Züge bewegen sich (manchmal)

Gestern fuhr ich abends mit dem Zug von Essen nach Kamen. Jedenfalls war das die Absicht. In der Theorie wäre die Reise mit dem RE 11 um 19:13 losgegangen. Er kam um 19:30, da er ICs vor lassen musste. Bis etwa 5 km vor Kamen ging alles gut.

Ungefähr um 20:00 eine dringliche Durchsage vom Fahrdienstleiter, begleitet von einem Alarm: irgendetwas liegt auf den Gleisen. Äste oder Kabel.

Wir blieben stehen.

Für eine Stunde.

Dann ging es mit Tempo 30 weiter, bis wir – kaum wahrnehmbar – über etwas drüberfuhren.

Wir blieben wieder erst stehen und führen dann ganz vorsichtig weiter.

Blick aus dem Fenster

Um 21:30 kamen wir in Kamen an. Hurra.

Ich schnappte noch ein paar Worte von zwei Zugführern auf, die sich darüber unterhielten. Ein ICE hatte wohl was verloren. Vermutlich einer von denen, die wir vorgelassen hatten.

In Kamen sah ich dann noch einem Schienenersatzverkehr (also Bus) hinterher, der ein versprengtes Häufchen Menschen nach Bochum bringen sollte. Ein langwieriges Unterfangen. Kaum waren sie weg, wurde die Strecke freigegeben und ein Zug in Richtung Bochum fuhr ein.

In dem Moment wurde mir klar, dass es für mich noch ganz prima abgelaufen war.

Kommentare

  • Ich fahr echt gerne Zug. Das kann ich sagen, weil ich auf dieses Verkehrsmittel nicht angewiesen bin und auch nicht war. Aber immer ist was. Und besonders gut gefallen mir dann die Ansagen „Thank you for using Deutsche Bahn.“ Das hat was Bleibendes.

    1. Geht mir ähnlich. Ich bin zwar froh, daß ich die Strecke nicht mit dem Auto fahren muss, aber weniger Überraschungen während der Fahrt wären schon schön.

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