Memento für eine Website

Jede Website, die einen Link auf eine externe Seite legt, hat ein Problem: das Ziel kann plötzlich verschwinden oder der Inhalt ändert sich. Das ist ziemlich blöd, wenn man im eigenen Text Bezug auf irgendetwas auf der externen Seite nimmt und plötzlich steht das was ganz anderes (im schlimmsten Fall gehört der externe Inhalt jetzt einem Domaingrabber und irgendwelche hässliche Reklame steht dort).

Zu Hilfe kommt da das Memento. Ein Memento   ist die gelehrte Bezeichnung für eine „zu einem früheren Zeitpunkt gekapselte Internet-Ressource“. Oder anders gesagt: ein eingefrorener Schnappschuss von der Zielseite zu einem bestimmten Zeitpunkt.

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Flugscham und Microplastik

Irgendwo las ich, dass in Schweden der Begriff der Flugscham aufgekommen ist. Scham in dem Sinn, dass ich etwas unanständiges tue, das gegen soziale Normen verstößt. Das sind aktuell vermutlich (noch) nicht die Normen einer Mehrheit, aber mir persönlich wichtig.

Ich schreibe diese Zeilen auf Formentera und bin vor einer Woche mit einem Flugzeug hierher gekommen. Flugscham empfinde ich daher gerade sehr deutlich.

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Wenn MySQL stirbt…

Es begann harmlos: In meiner Friendica-Instanz wurde ein Bild nicht geladen. Als ich mir das genauer ansah, stellte sich heraus, dass das Bild aus der Datenbank gezogen wurde und dabei ein Mysql Server gone produzierte. Im Log von MySQL tauchten dazu so hässliche Meldungen wie diese auf:

[...]
Some pointers may be invalid and cause the dump to abort.
Query (7feb68c6ba50): is an invalid pointer
Connection ID (thread ID): 6
Status: NOT_KILLED
[...]

Bei dem NOT_KILLED blieb es nicht immer, nach ein paar weiteren Versuchen war der MySQL-Server tatsächlich tot … liess sich aber noch neu starten. Die naheliegende Rettungsmöglichkeit Backup einspielen scheiterte daran, dass seit einiger Zeit das Backup via mysqldump abgebrochen war und zwar in der Friendica-Tabelle conversation.

Also musste ich reparieren.

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TEMPer mit ID 413d:2107

Ich hatte eigentlich etwas ganz einfaches vor: an meinen RasPi einen Temperatursensor anschliessen und mal längere Zeit das Auf und Ab der Temperatur in unserer Wohnung beobachten. Passend erschien mir der TEMPer: er ist preiswert und es gibt Unterstützung für Linux (allerdings nicht vom Hersteller, der liefert nur eine recht grottige Windows-Software mit).

Als das Ding ein paar Tage nach der Bestellung aus China eintrudelte, schaute ich mir erst mal an, was ich da habe.

lsusb lieferte

[...]
Bus 001 Device 005: ID 413d:2107  
[...]

Das war schon mal eine USB-ID, die für dieses Ding eher ungewöhnlich war. Das versprach nichts Gutes.

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Unerwünschtes rpcbind

Es ist wirklich doof, wenn man von seinem Webhoster (in meinem Fall netcup) eine Mail vom CERT Bund weitergeleitet bekommt, in dem die Rede von einem möglichen Sicherheitsrisiko auf dem eigenen Server ist. Genauer gesagt ging es um diesen Scan:

Log:
"asn","ip","timestamp","rpc_response"
[...]
​
"197540","46.38.233.137","2018-08-06 04:21:33","100000 4 111/udp; 100000 3 111/udp; 100000 2 111/udp; 100000 4 111/udp; 100000 3 111/udp; 100000 2 111/udp;"
​
[...]

Er zeigt, dass rcpbind offen nach außen ist. Damit könnte mein Rechner für DDoS-Reflection-Angriffe missbraucht werden.

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Dokuwiki als privates Wiki

Vor ein paar Jahren habe ich angefangen allerlei Notizen elektronisch zu sammeln. Dafür habe ich meist selbst entwickelte Programme benutzt, die zwar funktionierten, aber nie so ganz das boten, was ich gerne hätte. Letztlich ertappte ich mich immer wieder dabei, dass ich mehr an den Werkzeugen bastelte, als sie zu benutzen. Nicht so wirklich ideal. Andererseits habe ich im Laufe der Zeit einen interessanten Streifzug durch allerlei Software-Technologien gemacht. Auch nett. Aber irgendwann war Schluß mit lustig und eine dauerhaft benutzbare Lösung musste her: Dokuwiki

Warum Dokuwiki?

Letztlich war die Entscheidung für Dokuwiki völlig subjektiv, aber für mich sprachen ein paar gute Gründe dafür:

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