Halde Brockenscheidt

Es war die bisher kleinste Halde, die wir besucht haben : die Halde Brockenscheidt in Waltrop. Sie liegt direkt neben der schön restaurierten Zeche Waltrop und kann ohne Schwierigkeiten in weniger als zwei Minuten „bestiegen“ werden. Oben erlaubt der „Spurwerkturm“ eine gute Aussicht in die Umgebung bis Dortmund. Er wurde aus 1000 Meter Spurlatten, mit denen früher die Förderkörbe in der Spur gehalten wurden, aufgebaut.

Eigentlicher Anlass für den Besuch war aber nicht die Halde, sondern ein Besuch bei Manufactum („Es gibt sie noch, die teuren guten Dinge“): ein Kaufhaus für tiefere Geldbörsen, in dem eine fast Kathedralenhafte Stimmung herrscht … alle murmeln nur leise.

Halde Beckstrasse

Die Halde Beckstraße kennt vermutlich ausserhalb von Bottrop so gut wie niemand. Das Ding aber, das auf ihrer Spitze steht, ist schon wesentlich bekannter : Der Tetraeder (eigentlich Haldenereignis Emscherblick). Eine weitere Station unseres Haldentourismus.

Wir waren gegen 9:00 morgens da (mit Kaffee in der Thermoskanne und etwas Frühstücksverpflegung vom Bäcker) und das war auch ganz gut so. Denn kaum waren wir von der Tetraederspitze zurück auf festem Boden, strömten auch schon Radfahrer, Spaziergänger und Jogger auf die Halde (und wer nicht zu Fuß die Halde erklimmen mag, der kann an Wochenenden tatsächlich mit dem Linienbus hinauffahren).

Haldentourismus

Irgendwie werden wir die Halden nicht los … diesmal die Halde Schwerin in Castrop Rauxel mit einer Sonnenuhr oben drauf. Ähnlich – nur kleiner – wie die Halde Hoheward, die man übrigens von hier aus sehen kann.

In der Nähe haben wir uns noch den Hammerkopfturm der Zeche Erin inklusive keltischem Baumkreis angeschaut.

Hammerkopfturm Halde Schwerin Halde Hoheward


Hübsch, aber auch recht übersichtlich.

Stonehenge in Recklinghausen

Um sich einen Überblick über das Ruhrgebiet zu verschaffen, gibt es nichts besseres als eine Halde zu besteigen. Eigentlich sollte man sich nächstes Jahr jeden Kulturhauptstadt-Touristen schnappen und auf eine Halde zerren. Denn von dort oben lässt mit nur einem Blick jedes Vorurteil über ein graues Ruhrgebiet widerlegen. Soweit das Auge reicht: alles grün.
Am Samstag haben wir das auf der Halde Hoheward gemacht. Aber nicht nur die Aussicht war grandios, es wurde auch auf der Halde selbst etwas geboten. Eine richtig große Sonnenuhr inklusive einfach zu verstehender Erläuterung. Ein paar Meter weiter dann noch das Stonehenge von Recklinghausen: das Horizontalobservatorium, das schon von der A2 aus zu sehen ist. Zwei riesige Stahlbögen und viele Beobachtungspunkte. Damit lässt sich Astronomie ohne Fernrohr wie schon vor tausenden von Jahren betreiben. Aber leider gibt es zu Stonehenge noch eine weitere Parallele: das Ding ist kaputt; ein Riss zwischen Äqutorial- und Meridianbogen. Die im Moment notwendigen Sicherungsmaßnahmen nehmen dem Ensemble leider etwas von seiner Wirkung.
Wählt man den Aufstieg über die Serpentinen, darf man sich noch an einer Drachenbrücke erfreuen.

Drachenbrücke Obelisk und Horizontalobservatorium Obelisk
Sonnenuhr Himmel Cranger Kirmes