Ideen und Gewohnheiten

Im Ideentower fand ich drei simple Regeln um die eigene Kreativität lebendig zu erhalten. Sie sind weder neu, noch kompliziert, und lassen sich letztlich auf zwei Schwerpunkte eindampfen: Stelle ständig deine Gewohnheiten und Annahmen in Frage, sowohl theoretisch, wie auch praktisch. Und sei es auch nur, daß du einen neuen Weg zur Arbeit nimmst. Das hält di Sicht auf die... Weiterlesen

Nach oben schauen

Von einem Besuch im Palast der Projekte brachte ich folgendes Experiment mit: nach oben schauen. Das Übungsgerät in der Ausstellung als Anregung nutzend habe ich es heute morgen einmal beim Brötchenholen in abgewandelter Form ausprobiert: den Blick immer oberhalb der Horizontlinie halten. Es ist ungewohnt. Statistisch - wird in der Ausstellung behauptet - laufen wir meist mit gesenktem Blick durch... Weiterlesen

Achenbach

Sicher kommt Gerd Achenbach das Verdienst zu die erste philosophische Praxis gegründet zu haben und sicher enthalten seine Bücher gute Gedanken, Aber dennoch empfinde ich sein Werk sehr zwiespältig. Das liegt sicher zum Teil an seinem mäandrierenden Schreibstil. Aber erheblich mehr stört mich sein eigenwilliger Umgang mit dem einen oder anderen Philosophen. Stellvertretend sei seine beiläufige Diskreditierung Epikurs genannt. Er... Weiterlesen

Freiheit zu

Bei Wilhelm Schmid traf ich auf einen eigentlich ganz einfachen Gedanken: die Unterscheidung zwischen "Freiheit von" und "Freiheit zu". Üblicherweise wird der Begriff Freiheit als "Freiheit von" verstanden. Freiheit von Zwängen, Einmischung, Vorschriften etc. Die Freiheit allein so aufzufassen läuft aber ins Leere, denn nachdem ich mich von allem befreit habe, ist da nichts mehr. Eine so ausgelegte Freiheit ist... Weiterlesen
Eine epikureeische Gratwanderung

Eine epikureeische Gratwanderung

Epikurs Haltung zu all dem, was über die Erfüllung unserer Grundbedürfnisse hinausgeht, ist klar: Es trägt nicht zu unserem Glück bei; das Glücksmaximum ist bereits erreicht. Er käme aber auch nie auf die Idee uns zu verbieten beispielsweise sehr gut zu essen. Aber er rät zur Vorsicht: wenn wir uns an das gute Essen gewöhnen, so fehlt uns etwas, wenn... Weiterlesen
Excerpte

Excerpte

Zu Marc Aurels Zeiten - also lange vor Erfindung von Fotokopierern und Zwischenablagen - war es eine übliche Technik sich aus (zu der damaligen Zeit extrem teuren) Büchern Teile abzuschreiben. Dass dabei nur die Teile kopiert wurden, die dem Schreiber wertvoll erschienen, versteht sich bei diesem doch etwas mühsamen Verfahren von selbst. Auf diese Weise konnte ein gebildeter Römer sich... Weiterlesen
Zeit fürs Glück

Zeit fürs Glück

Eine Beweisführung, die an Trivialität kaum zu überbieten ist: Je mehr Dinge man benötigt um glücklich zu sein, um so weniger glücklicher wird man sein. Denn sich in den Besitz dieser Dinge zu bringen ist ein Aufwand (Geld verdienen etc.), der Zeit kostet und nicht unmittelbar glücklich macht. Die "glücksfreie" Zeit nimmt also zwangsläufig zu Ungunsten der potentiell glücklichen Zeit... Weiterlesen
Schächtelchen

Schächtelchen

Vor Jahren las ich in der Spektrum der Wissenschaft von einem Gedankenexperiment, das sehr schön illustriert, warum uns in der Jugend die Welt vielfältiger und abwechslungsreicher vorkommt als im Alter. Es war sinngemäß wie folgt beschrieben:Als Erstes stelle man eine große Anzahl kleiner Schächtelchen auf. Danach setze man sich auf einen Stuhl und beginne mit Kügelchen um sich zu werfen.... Weiterlesen

Vor dem Einschlafen

Die Klassiker der Selbstsorge empfehlen abends vor dem Einschlafen den Tag noch einmal Revue passieren zu lassen und sich zu fragen, was gut gelaufen ist und an welchen Stellen man nicht mit sich zufrieden war. Das Ganze ist nicht als selbstquälerischer innerer Gerichtsprozess gedacht, sondern sollte wie die Überprüfung des Kofferinhaltes vor einer Reise ablaufen. Das Ziel ist es aus... Weiterlesen