Face to Face

Wir waren nach langer Zeit wieder in einer Ausstellung auf Haus Opherdicke: Face to Face, die Portraits aus den letzten 120 Jahren zeigt. Auch diesmal steuerte die Sammlung von Frank Brabant die meisten Werke bei, so daß thematisch viel Expressionismus und neue Sachlichkeit vertreten ist.

Durch Zufall kamen wir genau rechtzeitig für die öffentliche Führung an und konnten so mehr über die Bilder und ihre Beziehungen zueinander erfahren. Denn die Kuratoren hatten sich einiges bei der Hängung gedacht und mischten unter Nolde, Liebermann und Dix vergessene Maler und Gegenwartskunst. Das ist spannend, braucht aber Erklärung. Ohne die Hinweise aus der Führung hätten wir vieles nicht wahrgenommen .

Continue reading „Face to Face“

Fast wie am Meer

Das Thermometer zeigt die prognostizierten 37 Grad an und wir haben uns wie vor sechs Jahren dazu entschlossen den Tag am Strand zu verbringen.

Uferlos

Bis zum Meer ist es zu weit, aber der Möhnestrand ist auch nicht schlecht. Der Sand ist heiß, die Möhne erfrischend. In den Liegestühlen und auf Strandlaken dösende Menschen. Die meisten haben sich in den Schatten der Sonnenschirme zurückgezogen und freuen sich über jeden Lufthauch. Nur einige unentwegte Sonnenanbeter braten direkt in der Hitze. Ich halte sie für Aliens; Menschen würden so etwas nicht aushalten.

Erst im Wasser werden alle wieder richtig lebendig. Sie springen, schwimmen, paddeln, lassen sich auf Luftmatrazen treiben und tauchen durch Schwimmringe. Klettern auf Flamingos, goldenen Schwänen und Einhörner herum und purzeln ins Wasser. Kurz: sie kühlen sich ab für das nächste Dösen an Land.

Ausfälle und Verspätungen

Seit ich wieder regelmäßiger ins Büro pendele, habe ich das deutliche Gefühl, dass die Bahn mehr Probleme hat als früher. Aber ein Gefühl ist das Eine, Fakten das Andere. Also habe ich einige Tage protokolliert, was so beim Pendeln passiert. Es geht dabei um die Strecke zwischen Kamen und Essen. Einmal halb durch das Ruhrgebiet in etwa 35 Minuten pro Fahrt. Morgens um 6:53 hin und zum Feierabend um 16:53 zurück. An Feiertagen oder wenn ich im Homeoffice blieb, gibt es keine Einträge. Daher die Lücken.

Zwei Begriffe muss ich zunächst noch erklären:

Continue reading „Ausfälle und Verspätungen“

Château de Jehay

Unsere Gastgeberin überraschte uns heute morgen mit einer noch Ofen warmen Clafoutis. Besser kann man nicht in einen Tag starten.

Auf dem Weg nach Hause machten wir einen Schlenker zum Château de Jehay. Es ist nicht riesig und wird seit Jahren gründlich renoviert. Daher ist im Moment der Garten die Hauptattraktion. Der letzte Besitzer, Graf Guy van den Steen, ließ ihn seit den fünfziger Jahren in der heutigen Form anlegen. Guy hatte mindestens zwei Begabungen. Er war ein hervorragender Skifahrer und vertrat Belgien auch bei den olympischen Spielen. Und er war Bildhauer. Was sich im Park zeigt, denn seine Nymphen turnen munter die Bewässerungsrinnen entlang der Hauptachse des Schlosses entlang.

Continue reading „Château de Jehay“

Summer in the City … et musique

Für heute waren Temperaturen um die 35 Grad angekündigt. Es blieb nicht bei der Ankündigung, sie kamen wirklich. Daher reduzierten wir unser Programm auf einen kleinen Spaziergang zum botanischen Garten. Wegen Hitze waren Café und Gewächshäuser geschlossen, aber der kleine, öffentlich zugängliche Park war den Spaziergang wert.

Continue reading „Summer in the City … et musique“

Lüttich – Liège

Vor ein paar Jahren fuhren wir mit dem Thalys nach Paris, schauten bei einem Zwischenhalt in Liège-Guillemins aus dem Fenster und sahen einen beeindruckenden Bahnhof. Das führte zunächst dazu, daß wir uns für den Architekten –  Santiago Calatrava – interessierten und es als Anlass nahmen, nach Valencia zu reisen. Aber natürlich hatte auch Liége selbst unsere Neugier geweckt. Es hat gedauert, aber jetzt sind wir hier.

Continue reading „Lüttich – Liège“

Pfirsichblütenquell

Als ich tief im vergangenen Jahrtausend das letzte Mal an der Ruhr-Uni in Bochum war, fiel mir ein Spruch auf, den jemand mit einem schwarzen Edding auf eine Mauer geschrieben hatte:

Schade, dass Beton nicht brennt

Das brachte mein persönliches Urteil über den Bau sehr gut auf den Punkt. Ich sehe es heute nicht viel anders. Aber damals habe ich etwas übersehen, was auch dazu gehört und wirklich sehr schön ist: der botanische Garten der Ruhr-Uni.

Continue reading „Pfirsichblütenquell“