Marseillan

Wir sind wieder zurück aus Marseillan, wo wir knapp zwei Wochen in der Rue de Marmite (also der Straße des Kochtopfs) gewohnt haben. Der Ort entpuppte sich als Glücksgriff; ein kleines Hafenstädtchen am Étang de Thau umgeben von Weinfeldern und nicht weit von schönen Mittelmeerstränden. Ein besonderes Highlight am Hafen ist die Niederlassung von Noilly Prat, die dort alle ihre Wermuts dort produzieren.

Die gesamte Gegend ist geprägt vom Weinanbau, Austernzucht und Tourismus. Der Tourismus sammelte sich aber erfreulicherweise nicht so sehr in Marseillan, sondern in der Nähe in Sète und Cap d’Agde. Sète ist recht sehenswert (Cap d’Agde ist der größte Ferienort Frankreichs und nicht so ganz unser Geschmack), aber mehr noch lohnt sich ein Tagesausflug nach Montpellier. Es hat einen großen Altstadtkern, der aber nicht so museal wie die Innenstadt von Pézenas ist, sondern sehr lebendig. Und so viele schöne Plätze mit Restaurants hat, wo man gerne eine Cafè oder Wein trinken würde, dass man definitiv mehrere Besuche einplanen sollte.

Natürlich haben wir auch Wein probiert wie den Piquepoul (der sich auch im Wermut wiederfindet); es gibt gefühlt an jeder Straße ein Weingut. Unser heimischer Weinkeller platzt jetzt aus allen Nähten.

Oh, und Austern haben wir auch gegessen … das letzte Mal war 2006 in Gent. Auch diesmal schmeckten die Austern ein wenig so, als ob man mit offenem Mund durchs Meer schwimmt. Diesmal war die Geschmacksrichtung „Mittelmeer“.

Fazit: wir haben eine Menge gute Gründe die Gegend noch ein paar Mal zu besuchen.

Formentera – die Tier-Edition

Wie schon für Norderney, so gibt es diesmal auch für Formentera eine Sonderedition: Tiere. Denn die Strände, Leuchttürme und das unglaubliche Türkis des Meeres war hier schon einige Mal Thema. Die allererste Version dieses Blogs von 2005 hatte sogar etwas Formentera im Headerbild.

Jetzt also tierische Inselbewohner: Schafe mit Sommerfrisur, Ziegen mit Nachwuchs, Stelzenläufer und Kormorane, Hotelkatzen, kleine und große Pferde, Möwen und natürlich Geckos.

Zum zweiten Mal waren wir mit dem Fahrrad auf Formentera unterwegs. Und haben damit – wie schon beim letzten Mal – beide Leuchttürme besucht, die jeweils knapp 100 Meter (Cap de Barbaria) bzw. etwa 150 Meter (La Mola) über dem Meeresspiegel liegen. Das Ganze sozusagen aus dem Stand nach der Fahrrad-Winterpause und nicht mit irgendwelchen optimierten
Mountainbikes, sondern mit diesen inseltypischen Rädern.

Norderney – Gastronomie-Edition

Leider war Mittwoch schon unser letzter Tag auf Norderney. Wir hatten gutes Wetter, Zweisamkeit und Familie. Was will man mehr.

Um mal etwas anderes von Norderney zu zeigen als Möwen, Strandkörbe und Dünen gibt es diesmal die „Gastronomie-Edition“. Hier meine drei Highlights.

Die Marienhöhe


Ein schön renovierter Klassiker, in dem Daniela, Stefanie und ich einen wunderschönen Abend verlebten. Sehr gutes Essen und eine tolle Aussicht. Sie schließen schon um 22:00 und auch nur dann kann man die Marienhöhe mal so leer fotografieren, wie auf dem Bild.

Die Weststrandbar


Bier vom Norderneyer Brauhaus am Weststrand. Ein Muss.

Dinos Osteria


Erst seit einem Monat an diesem Standort: Dinos Osteria. Wir folgten einer Empfehlung und es hat sich gelohnt. Leckere Pizza und Tiramisu, guter Wein und Espresso. Und im Service eine Italienerin mit dem ungewöhnlichen Namen Katjuscha. Ihr Vater gab ihr den Namen nach der Rakete. Und tatsächlich passte es zu ihrem Temperament

Leiden und Noordwijk im Winter

Für einfach-mal-raus ist Nordholland immer eine gute Wahl. Also haben wir uns mal für zwei Nächte ins van der Valk Hotel in Sassenheim (gute Lage : fünf Minuten mit dem Zug nach Leiden und in 10 Minuten mit dem Auto nach Noordwijk) eingemietet. Schön ruhig und ein exzellentes Frühstück.

Das Wetter war zwar nicht mehr ganz so sonnig, wie in den letzten Tagen, aber dafür auch nicht so lausig kalt. Bei einem Spaziergang am Meer ist man dafür schon ganz dankbar.

Am Strand unbedingt einen Besuch wert ist das Branding, das gemäß der Jahreszeit aktuell Winter Lodge heißt. Es kann schwierig sein einen Platz zu bekommen, aber wenn man einen ergattert hat, ist die Atmosphäre zwischen Strandgut und Gewächshaus sehr relaxed.

Tipps für Lissabon

Vor einiger Zeit waren wir eine Woche über Weihnachten in Lissabon. Jetzt fragten uns Freunde nach ein paar Tipps für einen Aufenthalt dort. Das Folgende sind unsere Empfehlungen:

  • In der Nähe der Cais das Colunas am Ufer des Tejo einen Sundowner trinken
  • Vom Cais do Sodre nach Cacilhas übersetzen und mit dem Bus hochfahren zum Monumento a Christo Rei. Man hat einen tollen Überblick über die Stadt und wenn der Aufzug funktioniert (tat er nicht als wir da waren) sicher einen noch tolleren oben aus der Statue. Dann zu Fuß wieder zurück, unterwegs den Palacio da Cerca anschauen, die Treppe runter zum Ufer und am Fluss entlang der alten Kais zum Hafen. Auf dem Weg trifft man dann auch auf ein paar nette Restaurants
  • Ausflug mit der Bahn vom Estacao do Rossio nach Sintra. Am Besten die Fahrkarten schon am Vortag holen, sonst könnte die Schlange am Fahrkartenschalter etwas zu lang sein. Aber der Ausflug lohnt sich, denn das Castelo dos Mouros und der Palácio Nacional da Pena sind wirklich sehenswert und können vom Bahnhof aus gut erwandert werden.
  • haben wir nicht ausprobiert: mit dem Schiff vom Cais do Sodre nach Belem, denn die Straßenbahn ist notorisch überfüllt und fährt sehr sporadisch. Dort gibt es dann die Besten Pastel de Nata, die dort Pastel de Belem heissen, da sie früher von den Mönchen in Belem hergestellt wurden.
  • für Flohmarktfans: Feira da Ladra am Campo de Santa Clara. Von dort aus sollte man auch zur Igreja da Graca schlendern und die Aussicht bewundern. Noch höher liegt der Miradouro da Nossa Senhora do Monte, von dem aus man einen noch besseren Blick über Lissabon hat.
  • mit dem Elevador da Gloria zum Miradouro Sa Pedro de Alcantara und sich die Gegend bis zum Jardim do Principe Real anschauen

und noch ein „Geheimtipp“: sich hier ein Eis holen