Dokuwiki als privates Wiki

Vor ein paar Jahren habe ich angefangen allerlei Notizen elektronisch zu sammeln. Dafür habe ich meist selbst entwickelte Programme benutzt, die zwar funktionierten, aber nie so ganz das boten, was ich gerne hätte. Letztlich ertappte ich mich immer wieder dabei, dass ich mehr an den Werkzeugen bastelte, als sie zu benutzen. Nicht so wirklich ideal. Andererseits habe ich im Laufe der Zeit einen interessanten Streifzug durch allerlei Software-Technologien gemacht. Auch nett. Aber irgendwann war Schluß mit lustig und eine dauerhaft benutzbare Lösung musste her: Dokuwiki

Warum Dokuwiki?

Letztlich war die Entscheidung für Dokuwiki völlig subjektiv, aber für mich sprachen ein paar gute Gründe dafür:

  • es ist simpel: keine Datenbank, nur PHP und Textfiles. Mediawiki wirkt dagegen wie ein Sumo-Ringer
  • es hat eine API. Ich mag Sachen mit einer API
  • man kann es gut mit Plugins und Themes an die eigenen Bedürfnisse anpassen
  • und noch ein ganz gewichtiger Grund: ich habe es schon seit ein paar Jahren für einige Dokumentationen im Einsatz

Import

Out-of-the-Box sieht die Editierung in Dokuwiki so aus:

Da ich der einzige Bearbeiter des Wikis bin, möchte ich auf die freundliche Ermahnung nur Verbesserungen beizutragen verzichten. Dadurch gewinne ich wertfollen Platz auf dem Bildschirm, wenn ich unterwegs vom Telefon aus editiere (das kommt häufig vor). Da der geschmeidige Update-Mechanismus von

Die zweite Sache, die ich nicht brauche, ist die kurze Notiz bei Änderungen. Ich benutze sie nie und auch sie kostet wieder Platz

.dokuwiki .editBar .summary {
    display: inline;
    visibility: hidden;
}

Und schon sieht die ganze Seite aufgeräumter aus ….

… vor allem unterwegs auf dem Smartphone.


Mobile Nutzung

Mir persönlich gefällt für die mobile Nutzung das Standardtheme von Dokuwiki am Besten. Es ist vielleicht nicht besonders stylisch, aber sehr praktisch. Um die Nutzung unterwegs noch zu verbessern, läuft auf meinem Smartphone WebApps aus dem FDroid-Store. So lässt sich das Wiki fast wie eine App benutzen (jedenfalls solange man Online ist)

Wolkenwechsel: von owncloud 8 zu Nextcloud 10

Statt ownCloud, das mich seit einigen Jahren ohne große Probleme begleitet hat, werkelt seit heute eine Nextcloud für mich. Ich war einfach neugierig und fand den Schritt von Frank Karlitschek zu mehr Offenheit hin sehr sympathisch.

In der Praxis bedeutete das:

  • Erst mal ein Backup
  • Alles, bis auf den Datenordner und den Configordner wegräumen
  • Dann zunächst Nextcloud 9 einspielen und die Aktualisierung durchführen (besser an der Commandline, wenn man nicht in blöde Browsertimeouts laufen will). Der Download der Version 9 ist nicht ganz leicht zu finden. Deshalb hier der Link in das Downloadverzeichnis
  • Hat man das erfolgreich hinter sich gebracht kommt noch einmal das gleiche Spiel mit Nextcloud 10. Ohne den Zwischenschritt scheint es im Moment nicht zu gehen.
  • Die diversen Clientprogramme von ownCloud auf Nextcloud umstellen. Dabei scheint aber der Unterschied noch nicht so immens zu sein, denn unter Linux benutze ich nach wie vor den ownCloud-Client, denn Nextcloud bietet die Linux-Software nur als Quellcode an. Aber ich hatte keine Lust selber zu compilieren

Der Android-Client hat gleich einen Absprung in DAVdroid, der die Server-URL und den User schon vor befüllt. Fast. Es fehlt am Ende der URL ein /remote.php/dav. Dann lassen sich auch Termine, Aufgaben und Kontakte angenehm teilen.

Die Cloudlösung heißt bei mir übrigens ganz neutral Wolke

Aquaris E4 rooten

Root-Zugriff für das eigene Handy zu erlangen ist seit Lollipop nicht mehr ganz so einfach, denn im Hintergrund arbeitet jetzt ein SE Linux, das gegen Angriffe recht gut gewappnet ist. Aber glücklicherweise gibt es für die Smartphones von bq eine sichere Möglichkeit dennoch den Root-Zugriff zu erlangen. Im Gegensatz zu obskuren chinesischen Programmen, die irgendetwas nicht nachvollziehbares zur Laufzeit machen,gibt es auch eine „saubere“ Methode. Dazu wird das Recovery-System durch die Version von TWRP ausgetauscht, in dieses Recovery-System gebootet und das führt dann die Änderungen an dem zu diesem Zeitpunkt inaktiven SE Linux durch.

Dazu lädt man sich das Flash-Toolherunter und installiert es nach dieser Anleitung. Dann holt man sich noch die neueste Firmware und entpackt sie. Der letzte Schritt vor dem eigentliche Flash-Vorgang besteht nun darin das „Scatter-File“ der Firmware und das von TWRP heruntergeladene und in „recovery.img“ umbenannte File in Directory zu kopieren. Dann wird das ausgeschaltete Smartphone geflasht. In Spanisch lässt sich das hier nachlesen.

Abschließend muss man nur noch in das Recovery System booten (Vol+Up + Power gedrückt halten und die entsprechenden Fragen von TWRP passen beantworten.

Leider ist bq nur ein kleinerer Hersteller, so dass es keine reine AOSP Version gibt – wie CyanogenMod, aber immerhin hat man nach diesem kleinen Eingriff etwas mehr Kontrolle über das Smartphone.

Vermutlich wird diese Root-Methode auch für die anderen Aquaris-Telefone.

bq Aquaris E4 und Ubuntu

Nachdem ich mein Geeksphone Zero nach knapp vier Jahren in Rente geschickt habe (die aktuellen Apps sind einfach zu fett für das kleine Teil), laufe ich jetzt mit einem bq Aquaris E4 durch die Gegend. Ein kleiner Stolperstein ergab sich beim Ankoppeln an mein Notebook mit Kubuntu: Es poppte in der Geräteüberwachung nicht auf.

Des Rätsels Lösung ist mit einem kurzen tail -f /var/log/syslog gefunden: das Device ist noch unbekannt. Also schnappt man sich die relevante Zeile aus dem tail

Feb 19 08:52:22 localhost kernel: [ 3218.368966] usb 1-4.2.3: New USB device found, idVendor=2a47, idProduct=2008

und ergänzt mit der passenden Vendor- und Product-ID die /lib/udev/rules.d/69-libmtp.rules (zuständig für das Media Transfer Protocol)

#Aquaris E4
ATTR{idVendor}=="2a47", ATTR{idProduct}=="2008", SYMLINK+="libmtp-%k", ENV{ID_MTP_DEVICE}="1", ENV{ID_MEDIA_PLAYER}="1"

Und schon klappt es auch mit dem Filezugriff

Fujitsu Siemens Amilo pa1510 + Ubuntu 14.04

Mein alter Fujitsu Siemens Amilo pa1510 ist mittlerweile sieben Jahre alt, funktioniert aber immer noch ganz ordentlich. Aber es war mal an der Zeit für ein Facelifting. Damit alles etwas leichtgewichtiger wird, läuft er jetzt mit Xubuntu 14.04 Trusty Tahr.
Es läuft alles ganz prima, nur der mittlerweile vier Jahre alte Bug bei der Ansteuerung des Atheros 2413 ist immer noch da. Aber da er sich leicht beheben ließ, stellte er kein wirkliches Problem dar.

Jetzt bin ich neugierig, wie lange die Kiste noch durchhält.