Handy entsperren

Vor einiger Zeit entschied der BGH, dass die Polizei auch gegen meinen Willen mein Smartphone mit meinem Finger entsperren darf. Nun ist das für mich aktuell ein eher esoterisches Problem, aber es brachte mich dazu über die diversen Sicherheitsmaßnahmen nachzudenken.

PIN, Passwort oder Muster

Ist zwar zunächst nur in meinem Kopf und dadurch sicher aufbewahrt, kann aber bei der Anwendung ziemlich einfach durch schlichtes Beobachten ausgespäht werden. Es sei denn, ich denke mir etwas Komplexes und langes aus. Dann dürfte es recht sicher sein. Aber mit der PIN 1111 komme ich nicht weit. Und bei einem Password mit zwanzig Zeichen inklusive Sonderzeichen wird das Entsperren zum länglichen Abenteuer. Definitiv nicht alltagstauglich.

Fingerabdruck

Prima, außer man hat gerade Ärger mit der Polizei.

Face Unlock

Darüber hat der BGH noch nicht entschieden, aber es dürfte ähnlich wie mit Fingerabdrücken laufen. Die Entsperrung lässt sich aber bei meinem Pixel 8a so einstellen, dass die Augen geöffnet sein müssen. Im Notfall müsste ich also die Augen fest zusammen kneifen, bis der mein Anwalt kommt.

Ich habe keinen Anwalt.

Fazit: da bei mir die Bedrohung durch Kriminelle wahrscheinlicher ist als durch übergriffige staatliche Stellen und das Smartphone weiter für mich nützlich sein soll, bleibt eigentlich nur Face Unlock.

Kommentare

    1. These are really practical solutions. It’s a shame that they’re not available in standard Android, because setting everything up again with GrapheneOS is a bit too tedious for me at the moment.

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