Seseke Radweg

Wir sind unserem Vorsatz treu geblieben und radeln auch zu Hause. Erst einmal haben wir in der Nähe den neuen Teil des Seseke Radwegs zwischen Kamen und dem Ostpol erkundet. Der erste Teil dieser mit Kunstwerken angereicherten Radroute entlang der renaturierten Seseke wurde schon zur RUHR 2010 fertig, dieser neue Teil letztes Jahr.

Auch hier gibt es entlang des Weges Kunst zu entdecken, die dieses Jahr vom Bureeau Baubotanik installiert wurde. Dazu noch eine der ältesten sich noch in Betrieb befindlichen Eisenbahnbrücken Deutschlands, die Fünf-Bogen-Brücke. Sie sieht vielleicht nicht spektakulär aus, versieht aber seit über 160 Jahren ihren Dienst.

Weitere Erkundungen folgen bestimmt.

Östlich vom Ostpol

Nicht weit entfernt vom Ostpol liegt in Bönen der Mergelbergteich. Ursprünglich gab es dort gar keinen Teich, sondern eine Ziegelei. Damit sie ihre Ziegel produzieren konnte, wurde der Mergel abgebaut. Zurück blieb ein Loch in der Landschaft, das durch Bergschäden noch vergrößert wurde. Erfreulicherweise hat sich die Natur alles zurückerobert und ist er von einem kleinen Naturschutzgebiet umgeben, das auch einige seltenere Tier- und Pflanzenarten beherbergt.

Die Landschaft ist nicht spektakulär, aber sie strahlt eine schöne Ruhe aus.

Endlich am Ostpol

Das Ruhrgebiet hat bekanntermaßen einen Ostpol, nämlich den Förderturm der Schachtanlagen III/IV der Zeche Königsborn. Und da wir in Königsborn wohnen, ist es fast unverzeihlich, dass wir dem Ostpol bisher noch keinen Besuch abgestattet haben.

Der Ostpol
Der Ostpol

Heute besteht dieser Teil der Zeche, die in Spitzenzeiten bis zu 4000 Menschen beschäftigte, nur noch aus dem von Alfred Fischer entworfenen Förderturm. Er wird von einer Bürgerstiftung betreut und ist auch Nachts dank einer Lichtkunstinstallation von Mischa Kuball gut zu sehen.

Heute liegt er allein im Grünen und ist nicht mehr von Zechengebäuden umgeben. Dadurch wirkt der Förderturm etwas surreal und auch auf seltsame Weise sakral.

Jetzt warte ich auf eine Gelegenheit mal oben auf dem Dach des Förderturms zu stehen und mir die gegend anzuschauen