Phoenixsee in Grau

Auf dem Rückweg von unserem bevorzugten Teehändler (Uwe B., der hat den Tee! ) wollten wir uns bewegen und frische Luft schnappen. Also Zwischenstopp am Phoenixsee und ein Mal drum herum laufen.

Das Wetter war grau mit starker Tendenz zum Nieseln. Was uns natürlich nicht abhielt. Oder wie meine Mutter gerne sagt: „Ist gut für die Haut“

Die Stimmung hatte ihren eigenen – durchaus fotogenen – Charme. Auf halber Strecke unterbrachen wir den Spaziergang für ein paar Knoblaufritten mit Petersilie. Und kauften ein Brot.

Etwas später machte Daniela einige Fotos und ich stand mit dem Brot in der durchsichtigen Plastiktüte in der Gegend rum. Eine vorbeipaddelnde Nilgans erspähte mich, eigentlich eher das Brot, änderte sofort den Kurs und kam an Land.

Sie watschelte sehr zielgerichtet erst auf mich zu und dann hinter mir her, denn ich wich ihr immer wieder aus. Das fand sie nicht so gut. Als sie dann nach dem Brot schnappte und ich es einfach etwas höher hielt, wirkte sie schon recht verärgert.

Aber die diversen Enten und Gänse sollen auch kein Brot futtern. Das ist nicht gut für sie. Für uns schon. Vor allem morgen zum Frühstück.

Wein vom Phoenixsee

2012 entschloss sich die Emschergenossenschaft am Rand des Phoenixsee auf 150 qm Wein anzubauen. Die Lage ist nicht schlecht: ein Steilhang in Südlage mit einem See zu Füßen, der allzu eisige Temperaturen verhindert.

Der Weinanbau hat in Dortmund Hörde überraschenderweise Tradition. Bereits 1342 schenkte Hördes Stadtgründer Graf Konrad von der Mark der Antoniusbruderschaft einen Weinberg mit der Auflage dort auch Wein herzustellen. Das hörte dann irgendwann auf, aber seit zwei Jahren wird der Weinanbau im Rahmen dieses Experimentes – mit der Rebsorte Phoenix – wieder versucht.

Ich wäre wirklich neugierig, wie der Wein schmeckt. Die Trauben jedenfalls sehen gut aus.