Vor Urzeiten lebten im Sundwiger Wald Zwerge, die dort in tiefen Höhlen Gold, Silber und Edelsteine abbauten. Die Riesen erfuhren von dem Reichtum und überfielen die Zwerge. Die Zwerge versteckten sich in den hintersten Stollen und die Riesen drangen auf der Suche nach dem Schatz in die große Felsenhöhle ein. In dem Moment ließ der Zwergenkönig Alberich mit einem Zauberspruch die Höhle einstürzen. Die Riesen waren tot, die Zwerge gerettet und das Felsenmeer erschaffen. Andere behaupten, dass ganz profan hier der Teufel einen Sack Felsen verloren hat.
Natürlich war es nicht so. Tatsächlich weiß man bis heute nicht so genau, wie das Felsenmeer bei Hemer entstanden ist. Man weiß nur gesichert, dass hier seit dem frühen Mittelalter Eisenerz abgebaut wurde.






Wir wollten uns schon lange mal diese geologische Rarität ansehen. Heute war es dann so weit. Nach einem leckeren Spaghettieis im benachbarten Iserlohn kamen wir in dem angenehm kühlen Wald an. Ein erstaunlicher Kontrast zur erhitzten Stadt. Das Gelände ist mit seinen 700m × 200m gar nicht so riesig, aber die moosüberwucherten Felsformationen sind beeindruckend. Die Fotos geben davon nur einen blassen Eindruck wieder; die für das Auge vor Ort sichtbare Tiefe fehlt einfach.
Es ist ein besonderer Ort und man ist gut beraten auf den eingezäunten Wegen zu bleiben, denn sonst fällt man in die Spinnenschlucht oder in einen der anderen Abgründe, die sich plötzlich in dem Wald auftun. Das hat tatsächlich schon einige Menschen das Leben gekostet.
Aber es ist alles sehr gut gesichert, mit Aussichtspunkten versehen und sogar ohne Eintritt zu besuchen.
