Boulogne-sur-Mer ist nach Calais die zweite größere Stadt, die wir uns auf dieser Reise anschauen wollten. Wobei groß dabei relativ ist, denn obwohl unser Heimatstädtchen Unna mehr Einwohner hat, fühlt sich Boulogne-sur-Mer deutlich größer an. Calais auch, aber das ist ja wirklich größer.
Wir parkten in der Nähe der Fischbuden am Hafen. Wir waren früh da und es hatten sogar einige Buden auf. Statt Fisch zu kaufen (hätten wir ihn im Auto zwischengelagert, hätten wir diesen Ausflug noch tagelang in der Nase gehabt) sind wir zur Festung, der Ville fortifiée hochgelaufen. Für eine Hafenstadt ging es erstaunlich weit nach oben und dort angekommen hatte ich nicht mehr das Gefühl am Meer zu sein. Es hätte auch 100 Kilometer weit im Landesinneren sein können.
Diese äußerst geschützte Lage dürfte der Grund sein, dass hier bereits die Römer einen großen Hafen unterhielten, der den Kontinent mit Britannien verband.






Boulogne-sur-Mer gilt im Vergleich zu Calais als hübscher. Ich kann das nachvollziehen, aber es ist ein wenig wie der sprichwörtliche Vergleich von Äpfeln und Birnen. Die beiden Städte sind einfach sehr unterschiedlich.
Kleine Besonderheit am Rande: der
Jardin éphémère vor der Mairie in der Ville fortifiée, der Streetart und Landart zusammenführt.


Davon gibt es hier noch mehr; leider konnten wir sie uns nicht anschauen, denn das Wetter spielte wie gestern bei der Programmgestaltung seine besondere Rolle: ankommen im Regen, dann Sonnenschein, ein paar Tropfen Regen, Sonne und wieder Regen. Der versprach ergiebig zu werden, also fuhren wir heim.
Der Regen hielt Wort. Wir hatten die richtige Entscheidung getroffen.
