Summer in the City … et musique

Für heute waren Temperaturen um die 35 Grad angekündigt. Es blieb nicht bei der Ankündigung, sie kamen wirklich. Daher reduzierten wir unser Programm auf einen kleinen Spaziergang zum botanischen Garten. Wegen Hitze waren Café und Gewächshäuser geschlossen, aber der kleine, öffentlich zugängliche Park war den Spaziergang wert.

Danach zogen wir uns in unsere Unterkunft zurück, eine großartig eingerichtete Wohnung in einem Gebäude aus der Gründerzeit in der Nähe des Place de Bronckart. So ein altes Gemäuer hat einen unschätzbaren Vorteil: die Innentemperaturen bleiben in einem angenehmen Bereich und das ohne Klimaanlage. Dazu ein kleiner, bewachsener Innenhof und schon lässt die Hitze sich hervorragend aushalten.

Gegen Abend wollten wir dann doch noch mal raus und entdecken einen Flyer des Fête de la Musique, den uns unsere Gastgeberin vor die Tür gelegt hatte. In der Nähe gab es am Trinkhall-Museum Indierock: Aucklane. Hat Spaß gemacht

Jetzt sind wir wieder zurück in der Kühle unserer temporären Wohnung. Angesichts der vier Meter hohen Decken frage ich mich, ob eigentlich unser Tiny House vom letzten Jahr in diese Wohnung passen würde. Oder genauer: wie viel Platz noch links und rechts bleiben würde.

Wir haben schon viel Glück so unterschiedliche Erfahrungen machen zu dürfen.

Lüttich – Liège

Vor ein paar Jahren fuhren wir mit dem Thalys nach Paris, schauten bei einem Zwischenhalt in Liège-Guillemins aus dem Fenster und sahen einen beeindruckenden Bahnhof. Das führte zunächst dazu, daß wir uns für den Architekten –  Santiago Calatrava – interessierten und es als Anlass nahmen, nach Valencia zu reisen. Aber natürlich hatte auch Liége selbst unsere Neugier geweckt. Es hat gedauert, aber jetzt sind wir hier.

Lüttich ist lebendig und abwechslungsreich, aber es ist keine auf den ersten Blick hübsche Stadt. Die Architektur wechselt oft von Haus zu Haus. So stehen Gründerzeit oder Jugendstil unvermittelt neben 10 Stockwerken 70er Jahre mit Balkon. Dazu kommen dann noch Kirchen und Residenzen aus den letzten 500 Jahren. Plus die Moderne wie den Bahnhof. Das musste ich für mich erst einmal sortieren. Ein Beispiel: so oder so ähnlich sieht es oft am Ufer der Meuse – Maas aus.

Vielfalt an der Maas

Selbstverständlich absolvierten wir zunächst das touristische Pflichtprogramm: die 374 Stufen der Montagne de Bueren hochkraxeln, um die Aussicht über die Stadt zu bewundern. Dabei nahmen wir erstaunt zur Kenntnis, dass gar nicht mal so wenige Zeitgenossen die Treppen hinauf joggen! Oben gibt es es noch ein paar Stufen mehr zu bewältigen, bis das Belvédère Liège unterhalb der Zitadelle seinem Namen alle Ehre macht.

Nach der Anstrengung muss man am Fuß der Treppe nur nach rechts abbiegen und schon ist man in der Brasserie C um sich ein Bier als Belohnung zu gönnen. Sie haben da verschiedene Sorten und es lohnt sich sie erst einmal durchzuprobieren, bevor man sich endgültig entscheided.

Für Freunde des Flohmarktbummels hat die Stadt gleich an mehreren Tagen in der Woche was zu bieten. Einen davon am Boulevard de la Constitution haben wir heute besucht und Daniela fand auch etwas Dekoratives für die Wohnung. Mir gefiel der Minion, ich habe ihn aber dort gelassen. Ich glaube, er fühlte sich zwischen all dem Kram sehr wohl. Da wollte ich ihn nicht entführen.

Aber gibt es noch viel mehr zu entdecken und wir haben nur einen Bruchteil davon „geschafft“. Wir „müssen“ also noch einmal wiederkommen.

Um den Bogen zu schließen zum Abschluss einige Bilder vom Bahnhof