Schwebende Serie

In den letzten Wochen ist bei meinem sporadischen, abendlichen Malen eine Serie entstanden. Die Motividee blieb gleich, aber die Umsetzung änderte sich. Zu Beginn interessierte es mich mehr mit gröberen Pinselstrichen zu arbeiten, später wurde ich pingeliger. Auch der schlicht weiße Hintergrund wurde mal getestet; das Ocker + Coelinblau brachte einen interessanten Effekt, aber hier passte er nicht. Ein echter Vorteil der Serie: durch (mehr oder weniger) subtile Änderungen erfährt man mehr über das Malen, als über radikale Änderungen.




Das letzte Bild schließlich kommt meinen Vorstellungen am nächsten. Aber es ist auch der Schlusspunkt der Serie.
Wohin jetzt?

Hans Kohlschein in Cappenberg

Gestern schauten wir uns eine Ausstellung von Hans Kohlschein auf Schloss Cappenberg an. Er lebte von 1879 bis 1948, also in einer Zeit des Umbruchs. Hochbegabt wurde er schon sehr jung als Künstler ausgebildet und hatte auf Anhieb so viel Erfolg, dass es ihm zeitweise sogar eine Professur einbrachte. Dieser Erfolg hatte sicher auch damit zu tun, dass er zeitlebens ein Traditionalist blieb. Er beherrscht sein Metier und malt gerne das, was er um sich herum an Szenerien sieht.
Bald nach seinem Tod ist er vergessen, denn seine Bilder sind so ihrer Zeit verhaftet, dass sie bald nur noch historisches Interesse weckten.
Ich fragte mich nach der Ausstellung wer man lieber gewesen sein mochte: Hans Kohlschein, erfolgreich zu Lebzeiten und danach vergessen, oder Vincent van Gogh, erfolglos während er lebte und nach seinem Tode ein Superstar.
Nun, mir persönlich liegt mehr am Leben als am Tod.