Die Schweiz ist anders

Das letzte Wochenende verbrachten wir in der Schweiz, genauer gesagt in Horgen bei Stefanie, Thomas, Lilly, Amelie und Valerie. Und es war richtig schön.

Bei dem Sonntagsspaziergang fiel uns dann das auf:

Eine Strassenbibliothek. Am Rand eines Ortes mit immerhin 19000 Einwohnern. Ohne Überwachungskameras und ohne Vandalismus.
Ich glaube, dass unsere Nichten in einem guten Umfeld aufwachsen :-)

Basel

Wir hatten zwei gute Gründe nach Basel zu fahren: in der Fondation Beyeler stand für einige Wochen eine Skulptur von Louise Bourgeois und wir wollten endlich mal das Vitra Design Museum sehen. Aber natürlich ist auch Basel selbst sehenswert. Die drittgrößte Stadt der Schweiz besitzt eine angenehm ruhige Altstadt. Man kann per Straßenbahn hineinfahren und alles Weitere zu Fuß machen. Shoppen ist für einen deutschen Durchschnittsverdiener im Moment allerdings tabu: überall weisen Schilder auf große Rabatte wegen der Eurokrise hin. Da ist es dumm, wenn man selbst in Euro bezahlt wird.

Da wir die ganze Zeit Glück mit dem Wetter hatten, konnten wir uns auch an der Baseler Riviera sonnen – einfach die Ostseite des Rheins, die vor allem gegen Abend von der Sonne verwöhnt wird.
Spannendster Augenblick war der Aufstieg auf den Turm der Elisabethenkirche. Ich habe selten einen so engen Wendelgang in die Turmspitze gesehen. Aber der Ausblick ist mindestens so schön wie vom Münster. Ich hatte allerdings auch etwas weiche Knie.

Die Rigi

Auf der Rigi zu stehen und den Ausblick auf den Vierwaldstättersee, den Zugersee, den Lauerzersee und im Hintergrund die Alpen zu haben, ist schon etwas Besonderes. Kein Wunder, dass das Bergmassiv ein Touristenmagnet ist. Aber da man nur zu Fuß oder per Zahnradbahn zu den Aussichtspunkten gelangt, wirkte es selbst an dem sonnigen Sonntag, an dem wir da waren, nicht überlaufen.

Und da der Ausflug von jemandem organisiert wurde, der sich in der Gegend richtig gut auskennt (Hallo Thomas :-) ), gab es als perfekten Abschluss noch eine Raddampferfahrt über den Vierwaldstätter See nach Luzern.

Schweiz

Es ist schon wieder zwei Wochen her, dass wir zwei neue Bewohner dieses Planeten kennengelernt haben: Lilly und Amelie, die Zwillinge von Stefanie und Thomas. Es war ein sehr willkommener Anlass um in die Schweiz zu reisen und war richtig schön.
Und Sonntags haben wir sogar Schnee gesehen:

Auf dem Rückweg legten wir noch eine Zwischenstation in Heidelberg ein. Ich hatte es als Jugendlicher einmal besucht und es beschaulicher in Erinnerung, als es tatsächlich war. Aber der Spaziergang über den Philosophenweg versöhnt dann doch mit den gar nicht so pittoresken Bauwerken gleich außerhalb der Altstadt.


Eine echte Entdeckung war dann für uns noch (auf Empfehlung des Hoteliers) das Schloß in Schwetzingen. Wir werden es uns auf alle Fälle mal im Sommer ansehen.