Ein brütendes Huhn

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Mein Artikel über die freilaufenden Eier führte zu einer kleinen Überraschung: unsere Nachbarin Gisela, der die Hühner gehören, rief uns an und fragte, ob wir mal ein Huhn beim Brüten sehen wollen. Brütende Hühner wären nämlich gar nicht so häufig. Wir nahmen die Einladung gerne an und haben einiges über Hühner gelernt.

Wenn man darüber nachdenkt, dann ist es eigentlich naheliegend, dass es kaum noch brütende Hühner gibt: wenn sie brüten, legen sie ja keine Eier mehr. Also hat man versucht den Hühnern für die industrielle Eierproduktion das Brüten wegzuzüchten und die Eier in Automaten ausbrüten zu lassen. Da werden sie mit Infrarotlampen gewärmt und automatisch gewendet, bis sie irgendwann schlüpfen. Keine so schöne Vorstellung.

Aber so leicht machen die Hühner es den Züchtern nicht. Wenn Hennen Eier sehen, dann setzen sich gerne trotzdem mal auf das Gelege (vor allem wohl dann, wenn schon eine andere Henne da sitzt). Und ab und zu bleibt eine Henne sitzen und fängt wirklich an zu brüten.

Damit der restliche Hühnerhof nicht stört (siehe oben), hat die Glucke für ein paar Tage sogar ein Einzelappartement. Glucke heißt sie übrigens, weil sie beim Brüten gluckende Geräusche macht. Ich glaube, dass ich dieses nette Geräusch noch nie gehört habe. Man hat ja auch nur selten Gelegenheit dazu.

Während wir uns die Glucke ansahen, kamen auch schon ein paar Hühner angelaufen. Die Erste war sie hier.

Ein ganz schön neugieriger Haufen …

Das ist Hugo, der Hahn. Wer jetzt glaubt, dass er der Vater der Brut sei, irrt. Viele der Hühner sind seine Schwestern. Deswegen werden gerade fremde Eier ausgebrütet. Da Hühner am liebsten ihre Eier dort legen, wo schon andere Eier liegen, sitzen die Glucken sowieso schon immer auf ein paar fremden Eiern. Ihnen ist es egal, Hauptsache sie können in Ruhe brüten.

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