Wandern in Werne

Daniela hatte von Ariane den Tipp, dass es in Werne einige schöne, frisch ausgeschilderte Wanderwege gäbe. Nachdem wir den gesamten verregneten Januar hindurch immer wieder ins Sauerland fahren wollten um mal Schnee zu sehen, fanden wir es eine gute Idee nach den ergiebigen Schneefällen der letzten Tage eine Schneewanderung quasi vor Ort machen zu können. Auf den Tourismus-Seiten der Stadt Werne entdeckten wir alle Infos zu den Routen. An dieser Stelle lohnt es sich die Lektüre kurz zu unterbrechen und dem Link zu folgen. Der Herr, der auf dem Foto dort ganz links zu sehen ist, spielt nämlich später noch eine Rolle.

Da durch den Schnee stapfen erfahrungsgemäß deutlich anstrengender ist, als einfach nur so durch den Wald zu laufen, suchten wir uns die kleinste Tour (W2) aus. Eher ein Spaziergang, als eine Wanderung. Aber perfekt ausgeschildert und abwechslungsreich. So eine sonnige Schneelandschaft im Kreis Unna zu erleben hat Seltenheitswert.

Unterwegs überquert man eine recht leere Ebene, die vor 20 Jahren noch von einem Förderturm dominiert wurde. Hier war mal der Schacht 7 von Haus Aden, das etwa drei Kilometer entfernt lag. Es ist faszinierend über was für Distanzen sich dieses unterirdische Reich erstreckte. Heute hat die Natur das Gelände bis auf ein Schachtrohr zurück erobert.

Auf dem Rückweg überholte uns bei einem Fotostop eben jener Herr (Gisbert Bensch, wie wir inzwischen aus der Lokalpresse erfahren haben), den ich oben erwähnte, aber höflicherweise erst, als wir mit den Fotos fertig waren. Überraschenderweise kam er uns nach ein paar Minuten wieder entgegen, woraus sich ein kurzes Gespräch ergab. Er hatte die Autos auf dem Wanderparkplatz gezählt. Denn Wandern liegt im Trend und durch Corona noch einmal mehr. Dementsprechend ist der frisch angelegte Parkplatz auch schnell mal voll belegt. Das sogar mitten im Winter, wenn ein sonniger Tag im Lockdown die Menschen aus der Gegend motiviert sich auch mal die nähere Umgebung anzuschauen. Was wiederum für eine Vergrößerung des Parkplatzes spricht. Daniela, die ein ausgezeichnetes Gedächtnis für Gesichter hat, fragte ihn, ob er auf dem oben erwähnten Foto sei. Was er bestätigte. Jetzt wissen wir, dass er als Vertreter des SGV die ganzen Routen markiert hat. Und sehr gut markiert hat, wie ich finde.

Alligatoren haben wir übrigens keine gesehen. Die versteckten sich unter dem Eis.

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