Wieder zurück im Arnsberger Wald. Wir hatten uns diese Tour von outdooractive ausgesucht: im Süden von Arnsberg einmal rund um den Hopfenberg.

Startpunkt war der SGV Jugendhof, der wegen der aktuellen Lage natürlich menschenleer war. Hinter dem Jugendhof führte – wie kann es beim SGV auch anders ein – einige Wanderwege vorbei. Wir blieben erst mal auf dem Ruhrhöhenweg, der am Rand eines Buchenwalds entlangführte und immer wieder gute Aussichten auf des Ruhrtal bot.

Nebenbei: inzwischen wandern wir ja nicht mehr, das ist viel zu profan. Stattdessen zelebrieren wir Shinrin-yoku … Waldbaden. In Japan gilt dieses Eintauchen in die Wälder als sehr gesund und der Trend ist inzwischen auch nach Deutschland geschwappt. Wir sind vermutlich nicht ganz so meditativ unterwegs, wie es sich für Waldbadende gehört, und ob Kiefern und Buchen die gleichen positiven Effekte auf die Gesundheit haben wie subtropisches Gehölz ist auch nicht erwiesen. Aber diese Bewegung in der Natur entspricht dem menschlichen Maß, meditativ und beruhigend mit kleinen Abwechslungen zwischendurch. Wie zum Beispiel so ein so ein kleiner Stuhl, den irgendjemand aus dem Rest eines Baums heraus gehauen hat.

Interessant war auf der Hälfte der Strecke die Reste des Klosters Rumbeck. Es gehörte jahrhundertelang den Prämonstratenserinnen. Sie hatten recht moderne Ernährungsgewohnheiten, bei denen man nur ein Drittel des Jahres Fleisch essen durfte und die restliche Zeit Fisch. Das ist nicht nur gesund, sondern führte auch dazu, dass entlang des Mühlbachs sieben Fischteiche entstanden, von denen sogar heute noch zwei in Betrieb sind. Und auch das sehr modern: bereits vor ein paar Hundert Jahren benötigte man für so etwas eine Fischereierlaubnis. Bürokratie ist wirklich keine neue Erfindung.

Auch diese Tour wollen wir noch einmal im Herbst wiederholen, denn dann dürfte das Farbenspiel in den Buchenwäldern so richtig zur Geltung kommen.