Kartoffelernte

Im Mai entdeckten wir seltsame Strukturen auf einem Acker und lernten, dass dort Kartoffeln angebaut wurden. In den Monaten danach sahen wir ihnen sporadisch beim Wachsen zu und gestern war es dann soweit: eine riesige Maschine, gezogen von einem fast genauso riesigen Traktor. Wir waren neugierig auf die Qualität der Kartoffeln, Daniela sammelte einige auf, die die Erntemaschine übersehen hatte und kochten sie abends.

Sie waren sehr lecker. Also besuchten wir den Acker heute erneut, bewaffnet mit ein paar Tüten.

Weites, frisch gepflügtes Feld unter bewölktem Himmel, im Hintergrund zwei Personen und ein Hund auf dem Feld.
Kartoffelacker (Daniela und Frida sind auch auf dem Bild)

Auch heute war die Erntemaschine unterwegs und klaubte noch Kartoffeln aus der Erde. Das tat sie erstaunlich gründlich, denn wir fanden vor allem kleine Kartöffelchen. Alles, was für den Handel geeignet ist, war  bis auf kleine Reste penibel weggeerntet. Ich bin beeindruckt von der Präzision der Erntemaschine.

Wir waren übrigens nicht die Einzigen, die den Acker durchsuchten. Aber ich hatte den Eindruck, dass die Anderen das professioneller betrieben als wir und nur die größeren Kartoffeln sammelten.

Zu Hause wurde die Ernte erst gewogen (10 Kilo!), gewaschen und handverlesen. Übrig blieben 9 Kilo Kartoffeln, die auf dem Balkon trockneten.

Viele Kartoffeln unterschiedlicher Größe auf grauen Bodenfliesen verteilt

Über Nacht werden sie jetzt drinnen trocknen und dann im Keller dunkel gelagert.

Viele Kartoffeln unterschiedlicher Größe liegen auf einem gemusterten Teppich, umgeben von zwei beleuchteten Laternen.
Stilvolles trocknen

Ich bin begeistert davon, wieviel Spaß es gemacht hat etwas einfach vom abgeernteten Feld einzusammeln und mit nach Hause zu nehmen. Vor etwa drei Wochen haben wir das schon mit Zwiebeln gemacht und auch das war toll. Wir werden das, was wir da eingesammelt haben, alles essen und das ist ein ganz anderes Gefühl, als es im Supermarkt zu kaufen.

Kommentare

  • Ich finde es immer wieder erstaunlich, was alles liegen bleibt, nur weil es für die Industrie nicht „geeignet“ ist.
    Umso schöner, dass es Menschen gibt, die diese Lebensmittel trotzdem noch nutzen!

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