Marie, der Bot

Heute hatte ich Kontakt mit Marie, dem dümmlichen Bot von DHL. Zum wiederholten Mal landete in dem Abholfach der Packstation die Sendung eines anderen Menschen. Statt eines Buchs hatte ich jetzt zwei Paar Schuhe in Händen. Das ist doof, denn meine Sendung ist jetzt irgendwo anders.

Da ich keine Lust hatte zu telefonieren, weckte ich Whatsapp aus seinem zehnmonatigem Koma (ich brauche es gelegentlich auf Reisen … leider) und probierte den Chat.

Marie begrüßte mich.

Mit Fragen der Sorte:

Was ist dein Anliegen?
1 - bla
2 - blubb

Nachdem ich mich da durchgetippt hatte, wurde mir beschieden, dass bei meinem komplexen Problem nur ein echter Mensch helfen kann. Der ruft mich morgen an. Ich kann es kaum erwarten.

Damit ich zu dem Punkt kommen konnte, hat DHL aus seiner FAQ ein sehr schlichtes Skript (Perl ?) gedrechselt und es an den unsäglichen Chatdienst von Meta gekoppelt. Warum? Aber immerhin muss ich ihnen positiv anrechnen, dass sie nicht so tun, als ob sie da eine „KI“ an den Start gebracht hätten. Sondern nur ein völlig überflüssiges Skript.

Aber immerhin habe ich jetzt mal nachgeforscht, wofür die Abkürzung DHL steht. Ich hatte ja immer auf Deutsche Heinzelmännchen Logistik getippt. Aber nein, es ist Dalsey, Hillblom, Lynn

Nachtrag 28.3.

Tatsächlich rief dann zum vereinbarten Zeitpunkt ein Mensch an und nuschelte sich mit starkem Akzent durch sein Skript. Immerhin konnte ich das falsche Paket erfolgreich abholen lassen. Das Richtige blieb bis heute verschwunden.

Bis heute. Denn da erhielt ich die Nachricht, dass es wieder in der Packstation liegt.

Aber da ich es ja schon mal abgeholt hatte, erzeugt die App jetzt selbstverständlich keinen Code mehr. Die Tür bleibt also zu und in einer Woche geht es automatisch zurück.

Für mich kein Problem, denn ich habe die Bestellung in der Zwischenzeit storniert und wiederholt.

Ich bin mir nur nicht sicher, ob das eine Prozesslücke oder Absicht ist.

0,42 qm Natur

Für einige Jahre war unser Balkonkasten aus einer Mischung fehlgeleiteter Ästhetik und Faulheit mit weißen Kieselsteinchen gefüllt. Leicht zu pflegen, aber auch nicht gerade naturnah.

Balkonkasten vorher

Letztes Jahr entstand der Plan, ihn zu renaturieren. Wir probierten mit bescheidenem Erfolg Semper vivum zu pflanzen. Inzwischen wissen wir, dass es nicht ewig lebt, sondern auch so seine Ansprüche hat und mit nicht viel mehr als kleinen Steinchen drumherum zum Eingehen neigt.

Vor einer Woche dann machten wir Nägel mit Köpfen, kauften 60 Liter Blumenerde und verbannten die kleinen Steine aus dem Balkonkasten. Die beiden Bambuspflanzen wurden getrennt und leben seitdem ohne eingelassenen Topf direkt in der Erde.

Balkonkasten nachher

Das hatte schon viel Schönes, aber das i-Tüpfelchen kam heute: Moos aus dem Hixterwald. Der liegt nicht im Schwarzwald, sondern in Holzwickede und die Emscher entspringt dort. Außerdem wächst da tolles Moos.

Moos aus dem Hixterwald

Jetzt sieht es aus wie ein winzig kleiner asiatischer Garten von gerade einmal 0,42 qm Größe.

I can see a sign

Der erste Frühlingssamstag. Wir stauben unserer Fahrräder ab, pumpen die Reifen auf und machen unsere erste Radtour des Jahres. Als Ziel wählten wir die Marina Rünthe. 15 Kilometer bis dahin zum Eingewöhnen, Bierchen und Fritten im Pier 47 als Belohnung und dann die gleiche Strecke zurück.

Vor Ort stellten wir fest, dass wir letztes Jahr etwas vollkommen übersehen hatten: im Außenbereich vom Pier 47 steht ein kleiner Leuchtturm und der wurde 2023 von Jim Avignon neu gestaltet.

Das war Teil eines Streetart-Festivals in Bergkamen: Art-Haus. Da gibt es sogar noch mehr zu sehen, wir müssen also bald mal nach Bergkamen zurückkehren.

Da wir meist mit Frida unterwegs sind und Hunde in Museen nicht willkommen sind, freuen wir uns besonders über Kunst im öffentlichen Raum. Die ist wirklich für alle zugänglich.

Und dieses Jahr soll es noch eine Fortsetzung geben. Ich bin gespannt.

Hengsen

Unterhalb von Haus Opherdicke liegt der Standortübungsplatz Hengsen. Zuerst war die Wehrmacht da, dann waren dort amerikanische Atomraketen und danach deutsche Patriotraketen stationiert. Inzwischen ist es nur noch Übungsplatz und man kann dort friedlich etwas Natur genießen.

Der Weg begann bei Haus Opherdicke und führte zunächst immer abwärts. Frida – glücklicherweise noch angeleint – entdeckte sehr bald ein frei laufenden Huhn.

Frida und das Huhn

Das Huhn verkrümelte sich hastig und Frida hatte es bald schon wieder vergessen, denn einige Minuten später durfte sie richtig lange frei laufen und das ist natürlich toll.

Das Gelände hat den typischen Mix aus Freiflächen und kleinen Waldstücken, garniert mit ein paar Teichen. Ab und zu überwucherte Reste von Schanzarbeiten. Eine angenehme Runde quasi vor unserer Haustür, die wir noch gar nicht kannten.

Faszinierenderweise hatten wir bei der Rückkehr zu Haus Opherdicke das Gefühl weit weniger bergauf und viel mehr bergab gelaufen zu sein. Das machte es als Rundweg sehr angenehm.

Am Ausgangspunkt im Skulpturenpark begrüßte uns dieser bunte Vogel von Otmar Alt.

Tukan?

Ich glaube, es ist ein Tukan.

Einkaufsliste

Daniela und ich teilen uns seit Jahren eine Einkaufsliste. Das ging immer ganz prima mit Hungry von Liebherr. Jeder hat die App auf seinem Telefon und per Server wird es synchronisiert. Ohne Werbung. Open Source wäre mir zwar lieber gewesen, aber da gab es nichts. Dann hat Liebherr ein seltsames Produkt auf den Markt gebracht: eine Kühlschrankkamera, die sich mit der App verknüpfen ließ. Das Ding floppte und Ende März ist mit der App Schluss.

Also musste was Neues her, das auch wieder werbefrei ist. Ich wurde in der Schweiz fündig: WeNeed.ch macht tatsächlich genau das, was ich will. Und das sogar im Web. Die App gehört wohl zur Coop (sozusagen die Schweizer Variante von Rewe/Edeka) und bleibt daher kostenlos und werbefrei.

Besonderer Bonus: es gibt noch ein klein wenig schweizerdeutsch on top. Ein Croissant ist in der Schweiz ein Gipfeli und die Petersilie wird zu Peterli. Außer bei der glattblättrigen Petersilie, denn die heißt einfach glattblättrige Petersilie.

Und falls ich mal über einen unbekannten Begriff stolpere, dann kenne ich in der Schweiz ganz liebe Menschen, die ich fragen kann.

Nachtrag 11.3.2025

Und noch ein paar „Übersetzungen“

Paprika -> Peperoni

Zucchini -> Zucchetti

Verdandi 1.7.0

Es hat sich wieder was am Theme geändert. Neben viel Kleinkram, wie z.B. kleine Striche als Abstandsmarkierung zwischen den Artikeln, gibt es zwei etwas größere Änderungen.

  • Ich mag die Farbe Grün. Deshalb ist das die Akzentfarbe des Themes. Wer gerne eine andere Farbe haben möchte, kann das jetzt einstellen.
  • Nach viel hin und her habe ich mich entschlossen das Blog wieder bei Google und Bing indizieren zu lassen (aber auch nur dort). Ich will aber nur die Beiträge selbst indizieren lassen und nicht die Auflistungen bei Kategorien und Tags. Also habe ich eine Option eingebaut, die diese Seiten auf noindex setzt. Damit erspare ich mir die doch recht fetten SEO-Plugins.

Nachtrag 25.2.2025

Und schon gibt es eine 1.7.1 Im CSS für die Widgets war noch aus diversen Bastelarbeiten eine unschöne Zahl stehen geblieben.

Und knapp danach eine 1.7.2 Der Default-Wert für das noindex war falsch. Aber jetzt ist erst mal Ruhe.

Nachtrag 27.2.2025

Von wegen Ruhe. Irgendwie ist in diesem Release der Wurm drin. Nachdem mich Hendrick darauf hinwies, dass durch die Fullsize-Galerie bei ihm ein horizontaler Scrollbar auftauchte, musste ich erst einmal etwas forschen, um den Fehler nachzustellen. Es lag letztlich daran, dass bei der Aufteilung der horizontalen Achse durch mehrere Bilder Rundungsfehler auftauchen, die den zur Verfügung stehenden Raum dann einen Hauch mehr füllen, als sie dürften. Passiert nicht immer. Doof. Jetzt habe ich den Bereich auf 99% eingeschränkt. Sieht man nicht, löst aber die Rundungsfehler.

Und dann hatte John noch das Problem verrutschender Widget-Titel. Das war peinlicherweise leicht zu lösen, denn da war noch eine Zeile im CSS aus der Bastelphase, die da nicht mehr hingehörte. Hatte ich schlicht übersehen.