Vor etwa 24 Stunden sind wir in Portugal gelandet. Noch dürfen wir das Gefühl auskosten fast unendlich viel Zeit vor uns zu haben. Tatsächlich sind es nur drei Wochen, was sich aber nach einer richtig langen Zeit anfühlt, denn so viel Urlaub hatte ich schon ewig nicht mehr.

Der Blick heute Morgen vom Balkon. Es ist ruhig, nur das Meer rauscht. Schwalben fliegen vorbei, ab und zu kreischt eine Möwe und unten am Strand laufen ein paar Menschen mit ihren Hunden entlang. Gelegentlich bellt einer der Hunde, ich glaube vor lauter Begeisterung. Kann ich gut verstehen.

Praia da Luz war mal ein Fischerort, der sich in den letzten 100 Jahren zum Ferienort gewandelt hat. Und eigentlich hieß er früher auch nur Luz, das Praia da kam erst 1928 dazu als die ersten Touristen hier auftauchen (nach anderen Quellen ist es eine Verkürzung von Praia de Igreja Nossa Senhora da Luz) . Glücklicherweise blieb die Gegend von großen Hotelbauten verschont und wurde nur mit Appartements touristisch erschlossen. Was insgesamt zu einer ruhigeren Atmosphäre beiträgt. Und wo früher kleine Fabriken für Fischkonserven und Fischerhütten an der Avenida dos Pescadores standen, lädt heute eine hübsche Strandpromenade zum Flanieren ein.

Da wir gestern erst spät ankamen, stand uns heute der Sinn nur nach einem Spaziergang durch das Dorf und den Strand entlang. Und auf dem Balkon sitzen. Irgendwann ging dann die Sonne unter und vergoldete die Klippen.

Mehr war nicht. Aber für Entdeckungen haben wir ja noch viel Zeit.