Tipps für Lissabon

Vor einiger Zeit waren wir eine Woche über Weihnachten in Lissabon. Jetzt fragten uns Freunde nach ein paar Tipps für einen Aufenthalt dort. Das Folgende sind unsere Empfehlungen:

  • In der Nähe der Cais das Colunas am Ufer des Tejo einen Sundowner trinken
  • Vom Cais do Sodre nach Cacilhas übersetzen und mit dem Bus hochfahren zum Monumento a Christo Rei. Man hat einen tollen Überblick über die Stadt und wenn der Aufzug funktioniert (tat er nicht als wir da waren) sicher einen noch tolleren oben aus der Statue. Dann zu Fuß wieder zurück, unterwegs den Palacio da Cerca anschauen, die Treppe runter zum Ufer und am Fluss entlang der alten Kais zum Hafen. Auf dem Weg trifft man dann auch auf ein paar nette Restaurants
  • Ausflug mit der Bahn vom Estacao do Rossio nach Sintra. Am Besten die Fahrkarten schon am Vortag holen, sonst könnte die Schlange am Fahrkartenschalter etwas zu lang sein. Aber der Ausflug lohnt sich, denn das Castelo dos Mouros und der Palácio Nacional da Pena sind wirklich sehenswert und können vom Bahnhof aus gut erwandert werden.
  • haben wir nicht ausprobiert: mit dem Schiff vom Cais do Sodre nach Belem, denn die Straßenbahn ist notorisch überfüllt und fährt sehr sporadisch. Dort gibt es dann die Besten Pastel de Nata, die dort Pastel de Belem heissen, da sie früher von den Mönchen in Belem hergestellt wurden.
  • für Flohmarktfans: Feira da Ladra am Campo de Santa Clara. Von dort aus sollte man auch zur Igreja da Graca schlendern und die Aussicht bewundern. Noch höher liegt der Miradouro da Nossa Senhora do Monte, von dem aus man einen noch besseren Blick über Lissabon hat.
  • mit dem Elevador da Gloria zum Miradouro Sa Pedro de Alcantara und sich die Gegend bis zum Jardim do Principe Real anschauen

und noch ein „Geheimtipp“: sich hier ein Eis holen

Grafischer Nachtrag Portugal

Auf dieser Reise habe ich endlich mal wieder ein paar schnelle Skizzen unterwegs machen können. Immer in ein paar Minuten und immer direkt vor Ort. Die folgenden drei gefallen mir am Besten.

Sie sind alle in ein paar Minuten vor Ort in einem A5-Heft entstanden.

Von Porto nach Afife

Die zweite Woche Nordportugal ist angebrochen. Erst waren wir drei Tage in Porto, der Wiege des Portweins. Überraschenderweise befinden sich aber alle Portwein-Keltereien nicht in Porto selbst (also nördlich vom Douro), sondern südlich in Vila Nova de Gaia. Die beiden Städte werden durch Brücken verbunden, von denen die bekannteste die Ponte de Luis I sein dürfte. Sie wurde von Schülern Gustave Eiffels errichtet und wie viele andere habe ich sie ihm selbst zugeschrieben. Aber die von ihm gebaute Brücke befindet sich weiter flussaufwärts und ist im Moment ohne Funktion.

Weiter ging es danach ins Minho, der Gegend, aus der der Vinho Verde kommt. Genauer nach Afife, ein kleiner Ort mit Blick auf den Atlantik. Fantastische Strände und viel Grün, manchmal geradezu kitschig schön.

Ria Formosa

11 Tage Portugal. Da wir eine sehr schöne Unterkunft in der Nähe von Olhão hatten, waren wir meistens in der Gegend des Naturreservats Ria Formosa unterwegs. Das ist eine Lagune, die sich etwa von Faro fast bis zur spanischen Grenze erstreckt. Die Gezeiten geben ihren Inseln und Halbinseln ständig ein neues Gesicht.

Von den vielen Dingen, die man dort tun kann, habe ich mal drei Sachen herausgegriffen, die ich für besonders lohnenswert halte (auf die ersten beiden davon haben uns unsere netten Gastgeber hingewiesen und der dritte Punkt war mit ein Grund im April an die Algarve zu fliegen.

Cacelas Velha besuchen: Eigentlich ist es kein Ort, sondern ein kleine Festung, eine Kirche und ein paar Häuser. Aber da sie erhöht liegen, hat man einen sehr guten Blick auf die Lagune.

Mit der Fähre nach Culatra fahren: Es dauert eine gute halbe Stunde auf der gemächlich tuckernden Fähre, bis man den Weg von Olhão nach Culatra – dem östlichen Ort auf einer kleinen Insel zwischen Olhão und Faro – zurückgelegt hat. Das ist der Beginn einer schönen Entschleunigung, denn auf der Insel leben nicht viele Menschen und es gibt nur Fußwege. Den sollte man dann auch nehmen. Erst als Holzsteg auf die Südseite und dann entlang des Strands nach Farol, dem zweiten Ort. Der Spaziergang dauert etwa eine Stunde und lässt sich gut durch ein Sonnenbad unterbrechen. Zumindestens in der Nebensaison wird der nächste Mensch, der am Strand sitzt und auf das Meer blickt, mindestens 100 Meter entfernt sein. Also keine Spur von Überfüllung. In Farol ist es empfehlenswert noch ein Getränk im marAmais zu sich zu nehmen, bevor es mit der Fähre ab dem dortigen Hafen wieder zurück geht. Je nach Sichtweise heißt die Insel übrigens Ilha do Farol oder Ilha da Culatra.

In Faro oder Olhão nach oben schauen: Jedenfalls im April, denn da sind die Störche mit Nestbau und Brüten beschäftigt. Man sieht sie in ihren Nestern hocken, auf den höchsten Punkten stehen, durch die Gegend laufen und natürlich auf fliegen.

Vor Ort trafen wir noch auf ein Rätsel, das wir nicht lösen konnten: Warum ist Sonnencreme in Portugal so teuer? Und warum führen die portugiesischen Filialen der deutschen Discounterketten keine Sonnencreme? Falls das jemand weiß, so mag er doch bitte einen erhellenden Kommentar hinterlassen.