Es ist erstaunliche 19 Jahre her, dass wir das erste Mal in Lagos gewesen sind, 2006 dann wieder und auch diesmal haben wir es bereits zwei Mal besucht. Es hat eine hübsche Altstadt und man kann lecker essen. Zwei gute Gründe die Stadt zu besuchen.

1434 öffnete Gil Eanes von hier aus für die mittelalterlichen Europäer neue Horizonte, indem er im Auftrag von Heinrich dem Seefahrer über das Ende der bekannten Welt hinaussegelte. Eigentlich sollten dort die Menschen von der Sonne schwarz verbrannt sein und das Wasser kochen. Ganz so war es dann doch nicht. Eine Zeit der Entdeckungen begann. Aber auch der Eroberungen. Und leider auch des Sklavenhandels, wofür Lagos ebenfalls mal berühmt war. Bis 1755 blieb es das Zentrum der Algarve, dann kam das große Erdbeben und mit ihm eine 11 Meter hohe Flutwelle, die die Stadt zu großen Teilen zerstörte. Sie wurde zwar wieder aufgebaut, aber seit dieser Zeit hat Faro die Rolle des Zentrums übernommen.

Der Tag fing heute am Praia de Dona Ana an. Die Hotels und Appartementanlagen hier am südlichen Rand von Lagos waren nebensaisonal ruhig. So fanden wir ohne Schwierigkeiten einen Parkplatz und während der kleine Strand sich langsam füllte nahm ich mir endlich mal wieder die Zeit für eine Skizze.

Das Foto von der Skizze entstand zwei Stunden später in Lagos, während wir auf das Essen warteten (ich erwähnte es ja schon: man kann dort lecker essen)

Der Tag verging überraschend schnell und so ging schon fast die Sonne unter, als wir am Ponta da Piedade ankamen. Ein niedlicher Leuchtturm, beeindruckende Felsformationen und immer mehr goldenes Licht summierten sich zu einem schönen Tagesausklang.