Schlagwort: Algarve

Von Luz nach Sagres

Die Algarve kann auch Wolken. Nach knapp zwei Wochen blauem Himmel bewölkte sich gestern das Wetter. Ein guter Grund für uns etwas die Küste zu entdecken.

Erste Station war das Nachbardörfchen Burgau. Die Flut hatte den Strand fast völlig verschluckt und die Wellen leckten gelegentlich die Rampe ins Meer so weit hoch, dass ich meine Füße in Sicherheit bringen musste. Ansonsten herrschte tiefe, nebensaisonale Ruhe.

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Lagos

Es ist erstaunliche 19 Jahre her, dass wir das erste Mal in Lagos gewesen sind, 2006 dann wieder und auch diesmal haben wir es bereits zwei Mal besucht. Es hat eine hübsche Altstadt und man kann lecker essen. Zwei gute Gründe die Stadt zu besuchen.

1434 öffnete Gil Eanes von hier aus für die mittelalterlichen Europäer neue Horizonte, indem er im Auftrag von Heinrich dem Seefahrer über das Ende der bekannten Welt hinaussegelte. Eigentlich sollten dort die Menschen von der Sonne schwarz verbrannt sein und das Wasser kochen. Ganz so war es dann doch nicht. Eine Zeit der Entdeckungen begann. Aber auch der Eroberungen. Und leider auch des Sklavenhandels, wofür Lagos ebenfalls mal berühmt war. Bis 1755 blieb es das Zentrum der Algarve, dann kam das große Erdbeben und mit ihm eine 11 Meter hohe Flutwelle, die die Stadt zu großen Teilen zerstörte. Sie wurde zwar wieder aufgebaut, aber seit dieser Zeit hat Faro die Rolle des Zentrums übernommen.

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Unten und oben

Auf dieser Reise ist einiges anders: sonst starten wir, kaum sind wir angekommen, schon die ersten Entdeckungstouren. Diesmal sind wir eher wie kleine Kinder unterwegs, die langsam den Radius ihrer Entdeckungen vergrößern.

Montag erkundeten wir bei Ebbe (wichtig) am Strand entlang den Weg zum Rocha Negra, eine schwarze Felsformation vulkanischen Ursprungs. Der recht kurze Weg geht über Sand, durch Wasser und über (mäßig glitschige) Felsen. Macht Spaß. Auf der linken Seite geht es 100 Meter nach oben einmal quer durch ein paar Millionen Jahre Erdgeschichte. Angesichts der Zeiträume, die da so sichtbar in Gesteinsschichten gepresst sind, fragte ich mich, wie viele Millimeter da unsere 5000 Jahre Zivilisation ausmachen würde. Vielleicht 5mm von den 100 Metern? Ich weiß es nicht, aber auf alle Fälle ein guter Zeitpunkt die eigenen Maßstäbe mal wieder zu kalibrieren.

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Praia da Luz

Vor etwa 24 Stunden sind wir in Portugal gelandet. Noch dürfen wir das Gefühl auskosten fast unendlich viel Zeit vor uns zu haben. Tatsächlich sind es nur drei Wochen, was sich aber nach einer richtig langen Zeit anfühlt, denn so viel Urlaub hatte ich schon ewig nicht mehr.

Der Blick heute Morgen vom Balkon. Es ist ruhig, nur das Meer rauscht. Schwalben fliegen vorbei, ab und zu kreischt eine Möwe und unten am Strand laufen ein paar Menschen mit ihren Hunden entlang. Gelegentlich bellt einer der Hunde, ich glaube vor lauter Begeisterung. Kann ich gut verstehen.

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Urlaub paradox

Eigentlich sollte man voller Energie aus dem Urlaub zurückkehren.
Wir waren drei Wochen in Portugal und es war auch sehr schön.
Wäre nicht zum Schluß die laufende Nase gewesen. Und die tränenden Augen. Und das Fieber.
Da freut man sich, wenn der Heimflug überstanden ist und man sich zu Hause auskurieren darf.
Die Energie bleibt dabei auf der Strecke, aber dafür ist die Freude wieder zu Hause zu sein um so größer.

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