Die Algarve kann auch Wolken. Nach knapp zwei Wochen blauem Himmel bewölkte sich gestern das Wetter. Ein guter Grund für uns etwas die Küste zu entdecken.

Erste Station war das Nachbardörfchen Burgau. Die Flut hatte den Strand fast völlig verschluckt und die Wellen leckten gelegentlich die Rampe ins Meer so weit hoch, dass ich meine Füße in Sicherheit bringen musste. Ansonsten herrschte tiefe, nebensaisonale Ruhe.

Ein paar Meter weiter hielten wir spontan am Praia das Cabanas Velhas. Ein paar Menschen machten Picknick, draußen in den Wellen paddelten zwei Surfer und regelmäßig kamen Leute, um mal zu gucken.

Praia das Cabanas Velhas

Weiter ging es nach Salema. Wir waren fest davon überzeugt, dass wir bei einer früheren Reise schon mal dort gewesen sind. Waren wir definitiv nicht. Jetzt rätseln wir, welcher Ort da in unserer Erinnerung herum spukt.

In Salema gibt es tatsächlich noch ein paar Berufsfischer. Und jede Menge Katzen.

Von Sagres, der vorletzten Station, gibt es hier keine Bilder. Mit seinen breiten Straßen, der lockeren Bebauung und den vielen Parkplätzen kam es mir wie ein Ort für Autofahrer vor. Finde ich eher unattraktiv. Aber wir haben lecker gegessen und ein Sagres (Bier) in Sagres (Ort) getrunken.

Zum Abschluss dann das Cabo de São Vincente, die südwestlichste Ecke des europäischen Festlands. Gekrönt wird es von dem hellsten Leuchtturm Europas. Pünktlich zum Sonnenuntergang (für uns unsichtbar, zu viele Wolken) erszrahlte er und die beiden riesigen Fresnsellinsen begannen langsam zu rotieren.