Nur ein paar Meter von unserer Wohnung entfernt liegt eine Ecke des Kurparks, in der ich früher nur selten unterwegs war. Erst durch die Gassirunden mit Frida komme ich dort fast täglich vorbei.
Vor ein paar Jahren stand in dieser Ecke noch ein Gebäude, in dem unter anderem die Jugendkunstschule untergebracht war. Die ist inzwischen umgezogen. Doch selbst vor drei Jahren, als die Gassirunden dort begannen, gab es nur noch die Wege. Es waren befestigte Sackgassen, die an einer Brachfläche endeten. Sie waren einfach da und fielen mir nicht besonders auf. Bis sich im März bei einem der Wege etwas tat.
Vor ein paar Jahren stand in dieser Ecke noch ein Gebäude, in dem früher mal unter anderem die Jugendkunstschule untergebracht war, die inzwischen umgezogen ist. Aber schon vor drei Jahren, als die Gassirunden dort begannen, waren nur noch die Wege vorhanden. Befestigte Sackgassen, die an einer Brachfläche endeten. Die waren einfach da und fielen mir nicht besonders auf. Bis sich im März bei einem der Wege was tat.



Die Pflastersteine wurden auf Paletten verladen, der Schotter darunter entfernt und alles mit frischer Erde abgedeckt. Zum Schluss wurde Rasen ausgesät und nach ein paar Wochen war die Wiese ein Stück größer.
Als Anfang Juli der nächste Rückbau begann, wollte ich herausfinden, wie das alles ausgesehen hat, als das Gebäude noch da war und wann es abgerissen wurde. Nach etwas Sucherei fand ich den digitalen Zwilling von Unna. Er enthält Schrägluftbilder aus dem Kreis Unna aus verschiedenen Jahren. Und da die Bilder unter der Datenlizenz Deutschland stehen, kann ich sie hier sogar benutzen.

Offensichtlich stand das Gebäude 2017 noch, denn bei meiner ersten Gassirunde mit Frida im Jahr 2022 war es weg. Damit war diese Frage geklärt, denn ich hatte vermutet, dass der Abriss schon viel früher stattgefunden hatte.
Die zweite Entsiegelung verlief ähnlich wie die erste, allerdings gab es eine Besonderheit. Ein großer Teil des Weges bestand aus einer buckeligen Asphaltdecke, nur ein kleiner Teil war gepflastert. Der Asphalt bedeckte jedoch zusätzlich ein paar Meter, die noch benötigt wurden.



Das Problem wurde mit direktem Recycling vor Ort gelöst. Der Asphalt wurde komplett weggebaggert und die entstehende Lücke im normalen Weg wurde mit Steinen gepflastert, die ein paar Meter weiter sowieso wegmussten.

Natürlich ist das alles kein großes Ding, aber ich finde es schön, dass da ein paar Quadratmeter Kurpark entsiegelt wurden und ein Stück Weg mit direkt recycelten Pflastersteinen aufgewertet wurde.
