Bäume weg

Erst fiel der eine durch eine Orkanböe um und sein Kumpel lehnte sich zur Unterstützung an die Eiche, dann hingen sie etwas rum und heute kamen zu guter Letzt die Spezialisten mit großem Gerät.

Jetzt sind sie weg. Ging erstaunlich schnell. Wir haben jetzt zwar mehr Wintersonne auf dem Balkon, aber dank dem Kettensägenmassaker der Stadt an den Büschen leider auch weniger Sichtschutz.

Nachtrag 1.3.

Der Hinweis eines Kollegen klärte die Hintergründe des Kettensägenmassaker auf: die Kommune hat nicht genug Geld für einen saisonalen Rückschnitt. Also wird einfach alle paar Jahre alles abgehakt. Nachvollziehbar. Trotzdem doof.

Baum liegt rum

Vor ein paar Stunden ist er umgekippt, jetzt liegt er rum.

Das sieht jetzt zwar aus wie eine Hecke, ist aber tatsächlich ein langer dünner Baum in stabiler Seitenlage mit ganz viel Efeu. Sein Kollege rechts im Bild kuschelt immer noch mit der Eiche.

Leider gab es einen kleinen Kollateralschaden: von unserem Sonnenfänger, der schon über unsere Balkonbrüstung leuchtete als Sonnenfänger hier noch ganz unbekannt waren, wurde von einem dicken Ast erschlagen.

Wirklich schade…

Baum fällt

Zeynep wehte uns eben mit einem lauten Knall einen dicken Ast auf den Balkon. Auf den zweiten Blick sahen wir dann, dass da ein ganzer Baum dran gehangen hatte, der jetzt unten im Garten liegt.

Er war dick von Efeu überwuchert und schwankte bei jedem Wind zusammen mit seinem ebenfalls gut überwucherten Nachbarn beängstigend hin und her.

Die Feuerwehr war schnell da, sperrte ab und schaute sich kritisch den noch so halbwegs stehenden Baum an. Er hat sich an eine Eiche gekuschelt und wirkte im Halbdunkel noch einigermaßen stabil….hoffe ich

Idiotischerweise hat die Stadt in den letzten Wochen jedes Gebüsch und jeden jungen Baum im Park weggesäbelt (wunderbare Aussichten auf Parkplätze, Flüssiggastanks und Container eröffnen sich so), aber Bäume stehen lassen, die selbst mir als Laien umsturzgefährdet aussehen.

Nun ja…

Rund um Strickherdicke

Das Schöne an Rundwanderungen ist, dass man sie an jedem Punkt beginnen lassen kann und nicht nur am empfohlenen Startpunkt. Daher begann unser Versuch dem weihnachtlichen Bewegungsmangel etwas entgegen zu setzen nicht unten in Dellwig, sondern oben auf der Wilhelmshöhe am Bismarckturm. Selbst an trüberen Tagen ist die Aussicht von hier in alle Richtungen beeindruckend. Oben vom Turm dürfte sie noch besser sein, aber bisher waren wir noch nie zur offiziellen Besichtigungszeit am Sonntag Nachmittag da. Sollten wir mal nachholen.

Der Weg führte uns von der Höhe über Felder und kleine Waldstücke hinunter ins Ruhrtal. Bäche begleiteten uns leise gluckernd, ein Reiher inspizierte eine Wiese, ein Pferd wurde spazieren geführt, ganz viel Natur quasi vor unserer Haustür.

Unten in Dellwig ging es über den Eheweg zur Kirche und dem eigentlichen Startpunkt der Wanderung. Das Schild stammte aus der gleichen Zeit, wie die Wegmarkierungen. Das hatte zwar einen einen hübschen Retroeffekt, aber die Karte auf dem Handy war dann doch hilfreich, wenn ein an einen Baum gepinseltes A3 sich mal wieder nahezu in Luft aufgelöst hatte.

Der Weg zurück aus dem Tal zur Wilhelmshöhe entpuppte sich als weniger anstrengend als gedacht. Er war abwechslungsreich und die Steigung übersichtlich. Außerdem kamen wir am Haus des Waldschrats vorbei.

Fazit: kann man gut im Winter laufen, allerdings droht an der einen oder anderen Stelle Matsch. Festes Schuhwerk ist also hilfreich. Oder Frost. Aber den hatten wir nicht.

Frisch geboostert im Kinderparadies

Kinderparadies oder Impfung?

Das war die Frage zur Begrüßung. Im nahegelegenen Möbelhaus (Zurbrüggen in Unna) hat vor zwei Tagen eine Impfstelle aufgemacht. Dank meines Kollegen Oliver erfuhr ich sehr früh davon und sicherte uns einen Termin für heute. Statt wie bei den beiden letzten Impfungen gingen wir diesmal also nicht in eine Turnhalle, sondern in ein Möbelhaus. Genauer ins Kinderparadies im dritten Stock. Das war seit Beginn der Pandemie verwaist und hat jetzt vorübergehend eine neue Funktion gefunden.

Die Mitarbeiter waren alle sehr freundlich und hilfsbereit, dazu nur eine minimale Wartezeit, was will man mehr. Na ja, eine Sache hätte ich schon noch gerne gehabt: passend zum Ort bekam jeder ein Kinderpflaster mit buntem Motiv auf die Injektionsstelle. Daniela zum Beispiel ein kleines Hündchen mit rotem Halstuch. Nur ich habe nichts bekommen, hat nicht geblutet. Ich bin schon etwas enttäuscht…

Ich gebe zu, dass wir die Wartezeit hinterher sehr kurz hielten und uns statt rumzusitzen im Möbelhaus umschauten. Der Arzt war ja in der Nähe.

Wir haben jetzt einen neuen Teppich.

2. Impfung

Da Daniela und ich weder über 60, vorerkrankt oder Steuerfahnder sind, müssten wir hier in NRW lange geduldig auf unseren Ersttermin warten. Nachdem die Beschränkungen aufgehoben wurden, hatten wir glücklicherweise gleich einen Termin für den nächsten Tag im Impfzentrum nebenan.

Das lief alles ruhig und strukturiert ab, vor einem Monat beim ersten Mal und vorhin beim zweiten Mal.

Für mich heißt das jetzt

  • Ich nehme sukzessive Abschied von den FFP2-Masken, denn ich kann es mir so langsam wieder leisten Bequemlichkeit und eigenes Risiko gegeneinander abzuwägen
  • Die OP-Maske bleibt wichtig, bis auch der Letzte sein Impfangebot wahrnehmen konnte
  • Ab dann wird es schwierig, denn die Impfgegner werden den Prozess in die Länge ziehen. Da wird es schwierig. Die meisten der Ungeimpften werden erkranken. Damit die Krankenhäuser nicht von ihnen überrannt werden und Ressourcen bei anderen schwer Erkrankten fehlen, werden sich die Einschränkungen im Alltag wohl länger hinziehen. Auf dem Hintergrund könnte man es bei hinreichend leeren Krankenhäusern als gute Sache sehen einen Impfgegner anzustecken. Besser wäre es aber in jedem Fall ihn zu überzeugen.