Etwas finster

Als Daniela dieses Bild das erste Mal sah, fand sie es recht finster (nicht nur von der Beleuchtung, sondern auch von der Stimmung). Ich muss ihr recht geben, obwohl es gar nicht beabsichtigt war. Aber das Bild entwickelte sich während des Malens einfach in die Richtung … nachts aufgewacht, die Straßenlaternen scheinen durch die Vorhänge und der nächste Morgen ist noch weit weg.

Dabei lag es einfach nur an der Wahl der Farben…

Es ist mein Stil

Dienstag malte ich wieder ein Bild, in dem ein Körper(ausschnitt) das Motiv bildet und das ich in recht kurzer Zeit mit dem breiten Pinsel hergestellt habe. Verglichen mit den Vier Herren am Meer bin ich damit wieder zu einer Form zurückgekehrt, die mir offensichtlich besser liegt. In der Zukunft werde ich wohl erst einmal bei derartigen Bildern bleiben und vielleicht mehr mit der Farbe experimentieren.

Mit dem dicken Pinsel

Angeregt durch meine Ausstellungsbesuche in der letzten Zeit will ich malerischer arbeiten. Heute Nachmittag war etwas Zeit und so habe ich mir zwei schlichte Fotokartons genommen und sie als Malgrund benutzt. Der Karton saugt die Farbe wie ein Schwamm auf und zwang mich besonders schnell und grob zu malen. Genau das, was ich wollte. Die beiden Ergebnisse sind bei weitem noch nicht umwerfend, aber sie helfen von allzu viel „Pingelei“ wegzukommen und sind schon eine erste Antwort auf die Frage „Warum hast du das Motiv nicht gleich fotografiert?“. Eine Frage, die sich seit 150 Jahren jeder stellen muss, der realistisch malt.
Meine (in keinster Weise neue) Antwort darauf ist: weg vom Realismus.

Und für alle notorischen Realisten: ich habe tatsächlich zwei Fotos als Anhaltspunkt benutzt. SIe stammen von der schön gestalteten Site Lichtzeichnung.

Stiländerung

Manchmal funktionieren Sachen ganz und gar nicht so, wie man sie sich vorstellt: Als wir in Holland waren habe ich mir extra für drei Euro ein über 100 Jahre altes Buch gekauft (eine einzige Lobhudelei auf den Armleuchterkaiser Wilhelm II) um Material für meine Buchakte zu haben. Und gestern abend stellte ich dann fest, dass das Papier ungefähr so saugfähig wie Plastikfolie ist. Aber dafür sieht das erste Ergebnis immer noch ganz gut aus. Mit zarten Übergängen in den Grautönen ist allerdings Schluß.

Also wandte ich mich leicht frustriert anderen Dingen zu. Da wir den Mittwoch genutzt hatten uns die Paul Wunderlich Ausstellung auf Schloß Cappenberg anzuschauen, war ich zu Experimenten aufgelegt. Das ist zwar noch nicht so doll geworden, aber immerhin.

Zwei kleine Beispiele: