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Hympendahlbrücke

Manchmal geht das Leben von hinten durch’s Knie: dadurch, dass die Bahnstrecke zwischen Dortmund und Hamm wegen Bauarbeiten gesperrt ist, habe ich gelegentlich das Vergnügen mit der RE11 direkt nach Unna zu fahren. Bei der Gelegenheit schaute ich genau zum richtigen Zeitpunkt aus dem Fenster und entdeckte eine malerische Brückenruine. Ich forschte etwas nach und heute haben wir uns die Gegend angesehen.

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Dortmunder Kronen in Dortmund 

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Seit über einem Jahr fotografiere ich ohne besonderen Grund regelmäßig die Biere, die wir unterwegs trinken. Wieder zu Hause forsche ich dann häufig etwas über ihre Herkunft nach. Ab jetzt passiert das regelmäßig im Blog.

Das Bier: Den Anfang macht natürlich ein Traditionspils aus Dortmund: das Dortmunder Kronen, das auf eine über 580 jährige Geschichte zurückblicken kann.Seit 1729 war die Brauerei im Besitz der Famile Wenker, die den Betrieb und die Marken 1996 an die Dortmunder Actien-Brauerei verkauften. Damit lebt diese Dortmunder Tradition jetzt in einem anderen Dortmunder Traditionsbetrieb weiter. Tradition pur.

Das Pils ist selbst hat eine klassisch bittere Note, die nicht so ausgeprägt ist, wie bei den norddeutschen Bieren.

Der Ort: Das Allegro in der Querstrasse, eine ruhige Allee im Kreuzviertel, die mich an Berlin erinnert. Nebenbei führt dort der Jakobsweg entlang. Perfekt für durstige Pilger.

Flüstern in Dortmund

Man kann in Dortmund flüstern … und 59 Meter entfernt wird man gehört. Ganz ohne Elektronik. Reine Akustik.

Wenn man ganz genau hinschaut, dann kann man sogar Daniela auf dem Foto entdecken.
Wer es selber ausprobieren möchte: die „Flüsterbrücke“ steht am Phoenixsee.

Wein vom Phoenixsee

2012 entschloss sich die Emschergenossenschaft am Rand des Phoenixsee auf 150 qm Wein anzubauen. Die Lage ist nicht schlecht: ein Steilhang in Südlage mit einem See zu Füßen, der allzu eisige Temperaturen verhindert.

Der Weinanbau hat in Dortmund Hörde überraschenderweise Tradition. Bereits 1342 schenkte Hördes Stadtgründer Graf Konrad von der Mark der Antoniusbruderschaft einen Weinberg mit der Auflage dort auch Wein herzustellen. Das hörte dann irgendwann auf, aber seit zwei Jahren wird der Weinanbau im Rahmen dieses Experimentes – mit der Rebsorte Phoenix – wieder versucht.

Ich wäre wirklich neugierig, wie der Wein schmeckt. Die Trauben jedenfalls sehen gut aus.

Fluxus im U

Fluxus kannte ich bisher eigentlich nur dem Namen nach, bestenfalls fiel mir dazu noch Wolf Vostell ein. Nach dem Besuch der Ausstellung im U weiß ich jetzt, dass Fluxus wirklich witzig sein kann: Leute, die Dinge wie „Der kleine Brandstifter … Verschiedene für eine Brandstiftung verwendbare Materialien: Feuerzeug, Streichhölzer, Papier, Holzspäne, Stroh, Benzinampulle, in leinenbezogener Holzschachtel“ oder Rollmopsgläser mit Kunstaufkleber in die Welt setzen, verfügen mindestens über viel Kreativität (und einen gelegentlich anarchischen Humor).

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Einspruch gegen mehr Fluglärm

Der Flughafen Dortmund versucht mal wieder unsere Lebensqualität zu minimieren. Diesmal geht es um die Erlaubnis für Nachtflüge bis 23:30. Da morgens bereits um 6 Uhr der erste Flugverkehr stattfindet, reduziert sich damit die Nachtruhe für viele Menschen in Dortmund und Unna auf 6,5 Stunden oder sogar weniger. Das finden nicht nur ich, sondern auch viele andere Menschen unzumutbar. Genau deswegen geht morgen auch von uns ein Widerspruch in Richtung Genehmigungsbehörde nach Münster. Initiiert hat das die Schutzgemeinschaft Fluglärm Dortmund – Kreis Unna e.V., die seit Jahrzehnten gegen den Fluglärm im Ballungsraum Dortmund kämpft.

Als Bürger von Unna kann ich leider nicht die dafür verantwortlichen Politiker abwählen, aber es wundert mich schon, dass einer Mehrheit der Bürger in Dortmund nicht nur die Lärmbelästigung egal ist (da mag das St.-Florians-Prinzip greifen), sondern auch die jährlichen Millionenverluste, die aus ihren Taschen bezahlt werden.

Bis zum 19. Juli ist noch Zeit Einspruch zu erheben.

Lanstrop: Ei und See

Während das Ei in Lastrop ziemlich alt und das letzte seiner Art ist, ist der See recht jung.

Ohne den Bergbau gäbe es sie beide nicht. Oder genauer: ohne das Ei gäbe es den See nicht, denn das Ei versorgte die Dampfmaschinen und Waschkauen der umliegenden Bergwerke mit Wasser bei gleichmässigen Druck. Die Bergwerke wiederum holten die Kohle aus dem Boden und mit dem Zusammensinken der entstehenden Hohlräume entstand eine Senke.

Die voll Wasser lief.

Voila, ein See. Durch das Ei.

Die Frage wäre also geklärt: „War zuerst das Ei, oder der See?“

Fletch Bizzel

Gestern waren wir im Theater, genauer gesagt im Fletch Bizzel, einer der ältesten freien Theaterbühnen Deutschlands. Es war das erste Mal seit meiner Schulzeit, dass ich eine Theateraufführung gesehen habe … und es war toll.
Ich war neugierig, aber auch etwas skeptisch, denn meine bruchstückhaften Erinnerungen an Theateraufführungen waren nicht so berauschend. Zudem wurde eine Stück aufgeführt, bei dem ich bereits das zugrundeliegende Buch und die Verfilmung gesehen hatte: Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran.
Aber wie dann Hans-Peter Krüger und Kai Bettermann mit nur einer Handvoll Requisiten auf einer ansonsten leeren Bühne der Geschichte Leben einhauchten, war fantastisch. Ich war berührt und beeindruckt. Das war ein himmelweiter Unterschied zu dem, was alltäglich an „Schauspielkunst“ durch die Glotze auf uns abgeladen wird.
Dem Theater kann ich jetzt – jedenfalls wenn es so dargeboten wird – sehr viel mehr abgewinnen.
Und noch etwas: nach der Sommerpause gibt es noch weitere Aufführungen.

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