Gräser im Wind

Vor ziemlich vielen Jahren waren Daniela und ich mal an einem regnerischen Tag im Nolde-Museum in Berlin. Im Vorraum lief als Einstimmung auf die Küstenlandschaft, die Emil Noldes Werk prägte, auf einem Monitor ein Video, das einfach nur Gräser zeigte, die vor blauem Himmel im Wind hin und her schwankten.

Dieses ruhige bewegte Bild habe ich bis heute nicht vergessen. Es brachte in mir eine Saite zum Schwingen, die bis heute nachhallt.

Irgendwann werde ich an einem meditativen Ort ein Stativ aufstellen und in einer endlosen Schleife Gräser im Wind filmen.

Bis dahin muss erst einmal ein kurzer Clip ausreichen.

Warten im Wechsel der Jahreszeiten

Dank Home-Office-Vertrag pendele ich nur noch etwa ein Mal pro Woche nach Essen. Der Teil mit dem Bahn fahren beginnt dabei immer in Kamen.

Anfang des Jahres hatte ich den Gedanken das morgendliche Warten auf den Zug im Bild festzuhalten. Beginnend beim gefühlt nächtlichen Reisen im Januar bis zur hell erleuchteten Variante jetzt im Juni.

Und wie das so bei Sachen, die man regelmäßig macht, etablieren sich Rituale. Wie zum Beispiel, daß ich immer an der selben Stelle am Gleis auf den Zug warte. Was dann auch eine schöne Gelegenheit ist, den Bahnsteig gegenüber aus immer der gleichen Perspektive zu fotografieren.